Die Vereinigung Cannstatter Vereine feiert am Sonntag, 15. September, 200 Jahre Cannstatter Mineralbrunnen – Ein Vorgeschmack auf Feierlichkeiten in zwei Jahren.

 

 

Wer heute an Kurorte denkt, dem fallen wohl eher Städte wie Baden-Baden oder Bad Wildbad ein. Vor 200 Jahren war dies aber noch anders. „Von 1820 bis 1870 war Bad Cannstatt ein klassischer Kurort“, sagt Olaf Schulze, zweiter Vorsitzender der Vereinigung Cannstatter Vereine (VCV). Gäste kamen von weither, um sich am Stuttgarter Mineralwasser zu erfreuen oder durch es zu gesunden.

„In dieser Zeit haben sich auch vermehrt Hotels und Fachärzte angesiedelt“, so Schulze weiter. Ab 1870 hat sich dann mehr und mehr die Industrie durchgesetzt und Bad Cannstatt an Bedeutung als Kurort verloren. Die VCV möchte jedoch an diese Zeit erinnern, um genau zu sein an den Auftakt.

„Im Jahr 1819 wurde der Wilhelmsbrunnen erneuert und durch einen Pavillon attraktiver für Besucher gemacht“, so Schulze. Eine wichtige Etappe für den Kurort. Zwei Jahre später wurden dann der Brunnenverein gegründet, der den gesamten Kurbetrieb unter sich hatte. Entsprechend soll in zwei Jahren nochmals größer gefeiert werden.

Für dieses Jahr will man sich mit einer kleinen Vorfeier begnügen: Im Biergarten am Kursaal an der Konzertmuschel soll eine kleine Veranstaltung stattfinden. „Stadtführer und Moderator Stefan Betsch erzählt Spannendes zur Geschichte der Mineralbrunnen und führt eine Mineralwasserprobe durch“, sagt Matthias Busch vom VCV.

Aus den fünf wichtigsten Brunnen der insgesamt 19 kann man Mineralwasser probieren: Die Schiffmannquelle, die Mombachquelle, die Veilbrunnenquelle, die Kellerbrunnenquelle und die Wilhelmsbrunnenquelle stellen sich den Geschmäckern der Besucher. Eine musikalische Untermalung soll durch die Cannstatter Kapelle Kaisers Hausband erfolgen. Beginn der Veranstaltung ist um 16.30 Uhr, nach Abschluss des Konzertes (siehe Infokasten).

 

 

Konzertnachmittag

Unabhängig von der Jubi­läumsveranstaltung spielt am Sonntag, 15. September, um 14.30 Uhr in der Konzertmuschel im Kursaalbiergarten die Band „Trotzblech“ vom Kübelesmarkt Cannstatt.