Was geht in Sachen Zollamt? Laut Machbarkeitsstudie manches. Laut Bezirksbeirat müsste manches allerdings noch anders gehen.

 

 

Das Zollamt-Areal ist „ein entscheidender städtebaulicher Punkt“, sagte Martin Holch vom Stadtplanungsamt bei der jüngsten Sitzung des Cannstatter Bezirksbeirat. Dem soll Rechnung getragen werden im Rahmen der Neckarpark-Entwicklung - „als Tür ins Wohngebiet, als Teil eines möglichen Ausbildungscampus und als Gegenüber zum Stadtarchiv“. Die Herausforderung sei, Bestehendes mit Neuem zu verknüpfen.

Es gilt, auf dem Areal verschiedene Nutzungen unter ein Dach zu bringen: die Kulturinsel (KIS), ein Stadtteil- und Familienzentrum, die Volkshochschule (VHS) und Wohnen. Die nun vorgestellte Machbarkeitsstudie zeigt: „Es ist möglich, alles unterzubringen.“ In vier verschiedenen Varianten, mit unterschiedlicher (Neubau-)Gebäude-Anordnung und unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zum Innenhof - allesamt basierend auf Synergien der Einrichtungen. Empfohlen wird eine Aufstockung des Bestandsgebäudes um ein Stockwerk (das einst ohnehin mal vorhanden war).

Alle Varianten basieren darauf, dass die Halle nicht erhalten wird. Das stößt bei den Cannstatter Grünen auf Widerstand. Für Diskussionen im Bezirksbeirat sorgte vor allem die Idee, die VHS an diesem Standort unterzubringen. Der Lage wegen: Die VHS hat ein großes Einzugsgebiet, das Zollamt-Areal ist aber nicht direkt an den ÖPNV angebunden. In der Folge wird ein Autoverkehr- und Parkproblem befürchtet. Dieses Schwachpunktes sei man sich bewusst, sagte Holch, auch bei der VHS-Leitung. Um das Für und Wider potenzieller Standorte nachvollziehbar zu machen, sollen entsprechende Bewertungen erstellt und dem Gremium demnächst vorgelegt werden.

 

Wie’s weitergeht

Als nächster Schritt steht an, ein Nutzungs- und Betriebskonzept zu entwickeln. Im Herbst soll es vorgestellt werden können.