Die erfolgreiche Krimiserie „Soko Stuttgart“ drehte in der altehrwürdigen Altenburgschule. Die gebürtige Esslingerin Bärbel Stolz spielt jetzt die Steifenpolizistin Sibylle Beyer.

 

 

Die gut laufende Vorabendserie „SOKO Stuttgart“ hat ihre Aufnahmestudios ja schon von Anfang an im Römerkastell und dreht die bunten Kriminalfälle laufend in Stuttgarter Kulisse und im Stuttgarter Stadtgebiet. Jetzt hat die altehrwürdige Altenburgschule seine Räumlichkeiten als Kulissen für die 252. Folge mit dem Arbeitstitel „Abi-Krieg“ hergegeben. Dafür mussten sich die SOKO-Stuttgart-Darsteller nicht weit von ihrer Homebase wegbewegen befindet sich die Altenburgschule doch im benachbarten Hallschlag.

Ganz neu: In den neuen Folgen wird auch seit neuestem u.a. Bärbel Stolz als Streifenpolizistin Sibylle Beyer am SOKO-Tatort zu sehen sein. Die gebürtige Esslingerin, bekannt als Buchautorin, Schauspielerin und nicht zuletzt auf ihrem You-Tube-Kanal „Die Prenzlschwäbin“, wird künftig häufiger in den SOKO-Episoden auftreten. In der Episode „Abi-Krieg“ ermittelt das SOKO-Team im Fall eines Hausmeisters, der in der Aula des Laemmle-Gymnasiums erschlagen wird. Nächtliche Randalierer hatten sich zur Schule Einlass verschafft und ein Graffiti an die Wand geschmiert, wobei der Hausmeister den Einbrechern wohl in die Quere kam.

Schulmauern überstanden beide Weltkriege

Die Direktorin ist überzeugt, dass der Hausmeister Opfer des „Abi-Kriegs“ geworden ist, den sich ihre Schüler mit dem benachbarten Goethe-Gymnasium liefern. In ihrer langen Geschichte wurde die Altenburgschule mehrmals auch zweckentfremdet, aber selten in so spannender Weise wie jetzt zum SOKO-Dreh. Die Altenburgschule schaut auf eine bewegende Geschichte von über 100 Jahren zurück. Der Grundstein für die Altenburgschule wurde 1914 gelegt, als der damalige Oberschulrat den 651 000 Mark teuren Bau der Schule veranlasste. Der Gemeinderat tagte lange über den Namen: Letztendlich setzte sich die „Altenburgschule“ gegen den Vorschlag „Schule auf der Steig“ durch.

Die Schulmauern überstanden beide Weltkriege, beide Male wurde das Schulgebäude zweckentfremdet. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges musste die Schule für zurückkehrende Truppen freigemacht werden; während des 2. Weltkrieges diente die Altenburgschule als Notunterkunft, Verpflegungs- und Notdienststelle. Ab 1946 wurde die Altenburgschule wieder zu dem, was sie sein sollte: ein Ort für Schüler. 40 Klassen und rund 1800 Schülerinnen und Schüler zählte der damalige Schulleiter Herr Kölle nach dem Krieg. Wenig später wurde die Schule von der Schulbehörde geteilt.

Die Altenburgschule ist heute eine moderne Schule in historischen Gemäuern. Unter der Kuppel leben, lernen und lachen derzeit zirka 600 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule, der Werkrealschule und der Grundschule. Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse werden hier unter der Kuppel von 60 Lehrern, einem Schulsozialarbeiter und drei pädagogischen Assistentinnen unterrichtet, individuell gefördert, auf das Leben und den Beruf vorbereitet.