Im Moment ist das Rosensteinufer eine einzige große Baustelle, künftig neuer grüner Raum am Wasser für Mensch – und vielleicht Flusspferd.

 

 

Stadt am Fluss, Park am Fluss: mehr begehbares Grün am Wasser soll am Rosensteinufer - also in Verlängerung des Rosensteinparks, gegenüber der Wilhelma - entstehen. Eine Grünanlage mit Wegen soll dort angelegt werden, erklärte Johannes Rentsch vom Stadtplanungsamt bei der jüngsten Bezirksbeiratssitzung. Mit Sitzstufen am Wasser und was so dazugehört. Was nicht unbedingt zu so was gehört, es aber in diesem Fall könnte: ein Zwergflusspferd-Gehege. So als zusätzlicher Anziehungspunkt.

Der bestehende an dieser Stelle - die Schiffe des Neckar Käpt’ns nämlich - sollen bleiben, aber wandern. Wenn die Schleuse ausgebaut wird, brauchen große passierende Schiffe den Platz zum Um-die Kurve-Navigieren. Eine alternative Dauer-Anlegestelle für den Neckar Käpt’n könnte dafür nur wenige Meter flussaufwärts eingerichtet werden, zwischen der alten und der neuen Eisenbahnbrücke. Am Uferabschnitt vor der Wilhelma könnte außerdem noch eine Anlegestelle zum Ein- und Aussteigen gebaut werden.

Was mit der alten Eisenbahnbrücke passiert, ist immer noch offen. Die neue S-21-Brücke schiebt sich derweil stetig weiter vom West- zum Ostufer. Ab Sommer stehen die vorbereitenden Arbeiten für den Brückenüberbau auf der Seilerwasenseite an. Am Ende wird die Stahlsegel-Brücke 345 Meter lang sein, 24 Meter breit, mit vier Gleisen, zwei für die S-Bahn, zwei für Fernbahnen. Unten angehängt wird ein 4,50 Meter breiter Steg für Radfahrer und Fußgänger. Damit wird auch die Verbindung zum Park wiederhergestellt sein. Ist diese Baustelle beendet, kann es - laut Plan ab 2020 - praktisch an die Gestaltung des Rosensteinufergrüns gehen.

 

S-21-Infoveranstaltung

Die städtische Bürgerbeauftragte für das Projekt Stuttgart 21, Alice Kaiser, lädt am Mittwoch, 14. März, um 19 Uhr zu einem Informationsabend in den Kursaal, Königsplatz 1, ein. Thema sind die anstehenden Bauarbeiten im Planungsabschnitt 1.5, Zuführung Feuerbach und Bad Cannstatt mit S-Bahn Anbindung. Vertreter der DB Projekt Stuttgart-Ulm beantworten Fragen.