Rosensteintunnel, Leuzeknoten, Schwanenplatztunnel: Was geht beim Großbauprojekt? Und wie lange geht’s denn noch, bis die Einzelabschnitte zum  Gesamtsystem werden?

 

Der B10/B14-Leuzeknoten mit drei Röhren und Kurztunnel, dazu der B10-Rosensteintunnel mitsamt Zufahrten oben an der Pragstraße und unten an der Neckartalstraße, im letzteren Bereich auch der Fußgänger-Verlängerungssteg von der neuen S21-Brücke gen Park: Es ist ein komplexes Bauprojekt. Zumal der Verkehr weiterfließt, die Stadtbahn fährt und parallel noch an der Eisenbahnbrücke gebaut wird. Das Großbauprojekt wird Jahre später als geplant fertig werden, da es massive Probleme mit der Firma Wolff und Müller gegeben hatte, der die Stadt schließlich im Frühjahr 2017 den Bauauftrag für den Leuze-Bereich kündigte. Dieser Tage bekam nun die Stuttgarter Firma Ed. Züblin den Bauauftrag für den Kurztunnel, berichtete Christian Buch vom Tiefbauamt kürzlich bei der Bezirksbeiratssitzung. Im Frühjahr 2020 soll er fertiggestellt sein – bis 2023 dann auch der Rest. Die Gesamtkosten fürs Leuzeknoten-Rosensteintunnel-Bauprojekt liegen bei etwa 273 Millionen Euro.

Der B10-Rosensteintunnel wiederum kann unabhängig davon in Betrieb gehen – und „wird es in der zweiten Jahreshälfte 2020“, so Claus-Dieter Hauck vom Tiefbauamt. Ebenfalls 2020 soll auch der Fußgängersteg über die Neckartalstraße stehen. Der S21-Arbeiten wegen wird es allerdings zunächst noch eine provisorische Anbindung sein. Und wo man schon am Arbeiten ist, wird für rund zehn Millionen Euro auch gleich noch der Schwanenplatztunnel saniert, der „ein wichtiger Teil des Gesamtprojekts ist“, so Hauck. Die Hauptarbeiten finden in den Sommerferien 2018 und 2019 statt. Es wird zu unterschiedlichen Verkehrsführungen und teilweisen Spurreduzierungen kommen. „2023 haben wir ein modernisiertes Tunnelsystem, das als Gesamtsystem funktioniert.“

 

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Detaillierte Informationen zum Bauprojekt, aktuellen Verkehrsführungen und Wegeverbindungen sind zu finden unter www.rosensteintunnel.stuttgart.de.