In der vergangenen Woche wurde auf dem Marktplatz in Botnang die erste Solarsitzbank Stuttgarts eingeweiht. Ihr sollen noch vier weitere in der Landeshauptstadt folgen.

 

Ein neues, modernes Stadtmöbel bereichert jetzt den Botnanger Marktplatz. Stuttgarts erste Solarsitzbank - weitere vier sollen in anderen Stadtbezirken folgen - wurde dort im Rahmen eines Pilotprojekts der Stadtwerke Stuttgart und der BW-Bank eingeweiht. Bis zu vier Mobiltelefone gleichzeitig können von den Solarzellen in der Sitzfläche mit Ökostrom sowie mit kostenfreiem WLAN versorgt werden. „Wir wollen die Energiewende nach Stuttgart bringen. Mit den Solarsitzbänken wollen wir diese für die Menschen greifbar machen“, sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Kieser.

Auf den Dächern des Stadtbezirks sah er noch viel Potenzial für den Einsatz von Fotovoltaikanlagen. Die rund 5000 Euro teure und 1,85 Meter breite Solarsitzbank – die Stadtwerke und BW-Bank teilen sich die Kosten – wird vom Pforzheimer Unternehmen Messwerk gebaut. Rund 100 seiner Exemplare wurden bislang deutschlandweit aufgestellt, ohne dass von Vandalismus berichtet wurde, so der Hersteller. Die Solarsitzbank habe auf dem Marktplatz eine sehr gute, zentrale Lage, so Bezirksvorsteherin Mina Smakaj. Vor ein paar Monaten sei man mit der Idee auf den Bezirksbeirat zugekommen. Dieser sei sehr offen für Projekte zur Nachhaltigkeit, fügte sie hinzu. „Wir freuen uns, die erste Solarsitzbank in Stuttgart zu haben“. „Ich mag Projekte, die auch Spaß machen“, meinte Heiko Schultze, Konzernverantwortlicher für Nachhaltigkeit der BW-Bank. Ob E-Roller oder Solarsitzbank, derlei Projekte seien Gesprächsanker, um das Thema Nachhaltigkeit unter die Leute zu bringen. Auch der Leiter des Umweltamts Hans-Wolf Zirkwitz war zur Einweihung der Solarsitzbank gekommen. Die Solarsitzbank mache Klimaschutz erlebbar, meinte auch Hans-Wolf Zirkwitz.

Die Solarsitzbank des Pforzheimer Unternehmens Messwerk verfügt über drei Solarmodule, die Sonnenlicht in Strom umwandeln und dann in einer Batterie speichern. Über USB-Anschlüsse können zwei Handys geladen werden, zwei Induktionsfelder starten den Ladevorgang bei Handys mit entsprechender Funktion durch bloßes Auflegen.