Mit einem deutlichen Ergebnis von 40 zu 18 Stimmen wurde Marco-Oliver Luz vom Stuttgarter Gemeinderat zum neuen Bezirksvorsteher des Stadtbezirks Degerloch gewählt.

 

 

Luz folgt zum Jahresanfang 2020 auf Brigitte Kunath-Scheffold, die nach 40 Jahren im Dienste der Stadt Stuttgart und davon fast 20 Jahre als Degerlocher Bezirksvorsteherin Ende 2019 in den Ruhestand geht. „Das ist eine gute Lösung für Degerloch“, sagte Kunath-Scheffold nach der Wahl im Stuttgarter Rathaus und fügte hinzu: „Mein großer Wunsch ist, dass es gut weitergeht. Ich bin zuversichtlich.“ Sichtlich enttäuscht über den Wahlausgang mit nur 18 Stimmen war Stephanie Reinhold: „Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich habe viel Zeit und Energie investiert. Eine politische Entscheidung, die ich jetzt akzeptieren muss.“

Auch für die 43-jährige Diplom-Verwaltungswirtin geht das Berufsleben weiter, in ihrem Fall im Rathaus in Plieningen als stellvertretende Bezirksvorsteherin von Plieningen-Birkach. Sichtliche Freude, die durch eine große Anhängerschar umrahmt wurde, bei dem 43-jährigen Luz, der nach dem Stimmenvotum von acht zu drei im Degerlocher Bezirksbeirat als aussichtsreichster Bewerber ins Rennen ging.

„Ich freue mich sehr über das bombastische Ergebnis“, betonte der 43-jährige Sillenbucher nach der Wahl zum neuen Bezirksvorsteher Degerlochs. Luz ist Verwaltungswirt (FH) mit dem Zusatzschwerpunkt Betriebswirtschaft der öffentlichen Hand. Seit 2002 arbeitet er für die Landeshauptstadt in verschiedenen Ämtern, seit 15 Jahren in verantwortlichen Positionen – so leitet er seit 2016 beim Sozialamt die Abteilung „Flüchtlinge“.

So bringt er reichlich Führungs- und Verwaltungserfahrung für seine neue Tätigkeit mit, und an Kreativität fehlt es ihm auch nicht. Privat engagiert er sich in der Sterbebegleitung und als Jugendschöffe beim Amtsgericht Stuttgart. Jetzt freue er sich über die neue Herausforderung, denn Degerloch sei ein Kleinod dieser Stadt. Seine Kennzeichen sind der Fernsehturm, die Waldau und die Zacke. Er sehe sich als Brückenbauer zwischen dem Stadtbezirk mit rund 17 000 Einwohnern einschließlich dem Bezirksbeirat, der Fachverwaltung und dem Gemeinderat als politischen Souverän.

Er wolle Interessenvertreter für das gesamte Gemeinwesen in Degerloch sein und Gutes bewahren und Neues entwickeln. Als wichtige Themen sieht er die Entwicklung der Ortsmitte von Degerloch, insbesondere die Verkehrssituation, einen möglichen Anschluss des Gewerbegebiets Tränke an die B 27, die Bebauung in der Felix-Dahn-Straße und die Weiterentwicklung des Schulstandorts. „Ich möchte nicht nur verwalten, sondern vor allem auch gestalten“, sagt der gebürtige Schorndorfer. Die Degerlocher Jugend darf sich auf einen jugendlich wirkenden neuen Bezirksvorsteher freuen, der mit dieser Altersgruppe einiges vorhat.

 

 

Verabschiedung

Die offizielle Verabschiedung von Stadtverwaltungsdirektorin Brigitte Kunath-Scheffold findet am 4. Dezember statt.