Aus einer repräsentativen Umfrage hat die Uni Hohenheim eine Studie zur Fußball-WM 2018 erstellt. Untersucht wurden unterschiedliche Aspekte der Titelkämpfe als Medienereignis.

 

 

In der Gunst der Umfrageteilnehmer gelten Philipp Lahm und Oliver Kahn als die geeignetsten TV-Experten, Julian Draxler und Adidas in der Werbebranche als Dream-Team. Und auch dies: Durchschnittlich 16 Minuten am Tag wollen sich Deutschlands Angestellte während der Arbeit mit der Fußball-WM beschäftigen, ohne diese Zeit später nachzuholen. Fast jeder Fünfte der dazu Befragten plant, sich täglich mehr als eine Stunde während der Arbeitszeit mit der WM zu beschäftigen.

Ein Viertel plant dagegen vollständige WM-Abstinenz während der Arbeitszeit. Professor Markus Voeth von der Uni Hohenheim bilanziert: „Im Vergleich zur WM 2014 haben sich diese Werte erhöht.“ Durch die 16 Minuten WM-Tratsch gehen bundesweit 2,62 Milliarden Euro am Bruttoinlandsprodukt während der WM-Spiele verloren. Sogar 38 Prozent der Arbeitgeber wollen bei TV-Übertragungen am Arbeitsplatz ein Auge zudrücken. Als TV-Experte sprachen die Befragten Philipp Lahm die beste Eignung zu.

Auf einer Skala von 1 bis 6 erhielt der ehemalige Mannschaftskapitän den Bestwert von 4,8. An zweiter Stelle folgt Ex-Torwart Oliver Kahn (4,7), gefolgt von Fußballfunktionär und Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (4,5). In der Produktwerbung gaben drei Viertel Julian Draxler mit Adidas und 69 Prozent Joshua Kimmich mit Nike die Bestnoten.

 

 

Fans im Land

Im Südwesten kann jeder vierte ausländische Einwohner bei der WM mit seiner Nationalmannschaft „mitfiebern“. Vor allem bei den 109 500 Kroaten, 83 300 Polen und auch den 30 000 Russen.