Der Bürgerverein Schönberg hat einen Generationenwechsel vollzogen. Seit Herbst 2016 ist Veit Mathauer 1. Vorsitzender. Er trat sein Amt mit einem komplett gewechselten Vorstandsteam an. An diesem Donnerstag, um 19.30 Uhr, lädt der Bürgerverein im Gemeindesaal der Schönberger Himmelfahrtskirche zu einem Gesprächsabend mit Bürgermeister Fabian Mayer ein.

 

 

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Bei der Veranstaltung mit Fabian Mayer, dem neuen Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, der übrigens auch in Schönberg lebt, stehe der Mensch im Vordergrund, erklärt Veit Mathauer, der neue 1. Vorsitzende des Bürgervereins Schönberg. „Uns interessiert auch der Wechsel des Juristen von der Wirtschaft in die Politik“, fügt er hinzu. Die Gesprächsrunde bietet Gelegenheit, den neuen Vorstand des Bürgervereins kennenzulernen. Nachdem Helma Hardenberg ihren Vorsitz nach 13 Jahren altershalber abgab, wurde mehr oder weniger händeringend nach einem Nachfolger gesucht.

Den zeitlichen Aufwand, den die pensionierte Grundschulrektorin in die Vereinsarbeit steckte, konnten viele nicht leisten. Doch den Verein aufgeben, das wollte man auch nicht. „Wir übernehmen den Vorstand, aber nur als Gruppe“, sagt Mathauer. Der Wirtschaftswissenschaftler, der Geschäftsführer und Inhaber einer PR-Agentur auf der Gänsheide ist, kann sich dabei auf ein „unheimlich engagiertes Team“ verlassen. Mit dabei sind Beate Schütz-Mierendorf (2. Vorsitzende), Anja Schätz (Kassiererin), Martina Baumgardt (Schriftführerin) sowie Heiko Biel, Nelly Jellinghaus und Frauke Zmyslony als Beisitzer. Mathauer setzt auf Teamwork, denn er ist neben seiner Arbeit vielseitig engagiert, nicht nur in Schönberg. Er ist Mitglied im Landesvorstand der Deutschen Public Relations Gesellschaft Baden-Württemberg sowie im Beirat des Fördervereins für krebskranke Kinder im Lions Club. Außerdem ist er Dozent an der Uni Hohenheim und der Hochschule Heilbronn. Als Mathauer in den 1990er Jahren heiratete und eine größere Bleibe suchte, wurde er eher zufällig in Schönberg fündig. Anfangs sei er etwas skeptisch gewesen, gibt er zu, wünschte sich für einen Wohnort etwas mehr Urbanität. „Durch unsere Tochter haben wir den Ort dann aus einer neuen Perspektive gesehen“, meint er. Schönberg, das sei eine ganz kleine, relativ homogene Community, ein Nukleus für Freundschaften und Bekanntschaften. Vorrangiges Ziel des Bürgervereins sei es, die gute Nachbarschaft zu fördern, sagt Mathauer.

Gerade weil es in dem kleinen, grünen Stadtteil so wenig Begegnungsmöglichkeiten gebe – es gibt weder einen Marktplatz, noch Geschäfte – , wolle man eine Plattform schaffen, um sich kennenzulernen. Mit der neuen Website (www.im-schoenberg.de) findet nun auch eine virtuelle Vernetzung der Schönberger statt. Insbesondere auch die Jüngeren sollen sich angesprochen fühlen. Einmal im Quartal möchte der Bürgerverein Gesprächsabende mit prominenter Besetzung veranstalten. Am 19. April steht eine Lesung mit dem renommierten Journalisten Thomas Borgmann auf dem Programm. Er wird sein Buch „Die Villa Reitzenstein – Macht und Mythos“ vorstellen. Im September wird es ein Konzert mit Teilnehmern von Jugend musiziert geben und im November erwartet man den ehemaligen Grünen-Politiker Rezzo Schlauch. Für das Schönbergfest am 8. Juli sei man noch am Ideensammeln, so Mathauer.