Der Bürgerverein Feuerbach lud zu einem Vortrag über die Altlastensanierung bei Bosch ein. Rund zwölf Millionen Euro kostete Bosch diese 2018 allein am Standort Feuerbach.

 

Zwischen der Bregenzer und Steiermärker Straße baut der Autozulieferer Bosch voraussichtlich bis 2021 ein Büroareal für rund 2000 Mitarbeiter. Der Boden ist mit Altlasten kontaminiert, es müssen Verfahren zur Sanierung und Dekontaminierung durchgeführt werden. Auf Einladung des Bürgervereins Feuerbach berichtete der Geologe und BoschMitarbeiter Stefan Eschbach über seine Arbeit.

Er und seine Kollegen nehmen die Produktionsund Verwaltungsstätten des Konzerns in Sachen Umweltbelastung unter die Lupe. Auch in den Ländern Südostasiens oder Südamerikas etwa, wo weniger strenge Umweltgesetze gelten, werden europäische beziehungsweise deutsche Richtlinien angesetzt. Der Konzern mit 400 000 Beschäftigten hat rund 1600 Liegenschaften, davon 400 Produktionsstätten.

Die Arbeit des Liegenschaftsund Flächenmanagements des Unternehmens wird von externen Architekturbüros unterstützt. 2018 wendete der Konzern rund 45 Millionen Euro für die Altlastensanierung auf, davon in Deutschland rund 20 Millionen. Einen hohen Anteil übernimmt dabei die Feuerbacher Baustelle mit rund zwölf Millionen Euro, auf deren Gelände der Boden stark kontaminiert war.

Die Rückstände einer Teerfabrik sowie diverse giftige Stoffe ehemals metallverarbeitender Betriebe machten zur Beseitigung Großlochbohrungen von bis zu 22 Meter Tiefe erforderlich. Ausgeklügelte biologische und chemische Verfahren zur Bodenverbesserung und säuberung folgen. Derzeit werden an einem Arbeitstag bis zu 2000 Tonnen Aushub aus der bis zu 14 Meter tiefen Baugrube geholt.

 

179. Bürgertreff

 

Am Mittwoch, 20. Februar, um 19.30 Uhr, lädt der Bürgerverein Feuerbach zu einem Vortrag von Lucie Panzer, Rundfunkbeauftragte der Württembergischen Landeskirche, ein. Ihr Thema: „Wie platziert man im Rundfunk das Evangelium zwischen Hits und Nachrichten. Die Veranstaltung findet im Bürgerhaus, Stuttgarter Straße 15, statt. Der Eintritt ist frei.