Anpfiff! Schon wenige Minuten nach der offiziellen Übergabe durch den Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, tummelten sich die Nachwuchskicker auf dem neuen Kunstrasen. Nicht nur Spieler und der Bürgermeister waren da, sondern auch der Vorsitzende des Fußballbezirks Stuttgart, Harald Müller, Sportkreispräsident Fred-Jürgen Stradinger und die Bezirksvorsteherin Andrea Klöber.

 

 

Mähen, wässern, düngen? Auf der Grünfläche, die den Trainingsplatz des FC Feuerbach ziert, ist derlei Wellnessprogramm nicht nötig. Pflegeleicht ist er, der neue Kunstrasen, der seit Dezember letzten Jahres den Tennenplatz am Sportpark 11 ersetzt, dazu bespielbar in wirklich allen Wetter- und Lebenslagen. Die Spieler haben einen weiteren Grund, sich auf die kommende Saison freuen: Der Untergrund ist weich und somit ein wahrer Segen für beanspruchte Bänder und Gelenke.

Diesen spielerfreundlichen und pflegeleichten Kunstrasen hat am Mittwoch vor zwei Wochen der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, offiziell an den 1. Vereinsvorsitzenden Mathias Neumann übergeben. Insgesamt habe die Stadt dafür 620 000 Euro in die Hand genommen, und das hätten sich die aktiven Sportler verdient, erklärte er. Nicht nur, dass sie sich intensiv für den Sport einsetzten, der Verein leiste auch einen starken Beitrag für die Stadtgesellschaft, sagte Dr. Schairer. „Wenn das benachbarte Jugendtreff Camp einen Fußballplatz braucht oder beim Feuerbacher Volkslauf Flächen benötigt werden, dann ist der FC Feuerbach als starker Partner im Stadtbezirk zur Stelle und hilft, wo Not an Mann ist.“ Einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt aufstellen oder bei der Putzaktion im Wilhlem-Braun-Sportpark mitmachen? „Der FC ist auch hier zur Stelle.“ Darüber hinaus wüssten die Fußballer um die integrative Kraft des Sports.

„Deshalb ist es für den Verein eine Selbstverständlichkeit, geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein sportliches Zuhause zu geben.“ Als das Stuttgarter Sozialamt vor circa drei Jahren ein Fußballturnier für Geflüchtete veranstaltet habe, sei es der FC gewesen, dessen Mitglieder die Ärmel hoch gekrempelt hätten, erinnerte sich Dr. Schairer. „Wenn ich heute diesen Platz übergebe, dann tue ich das mit dem Wissen, dass er einem Verein übergeben wird, der sich nicht nur für seine eigenen Interessen einsetzt.“

Es sei ein ganz besonderer Tag, nicht nur für den FC, sondern für den gesamten Sportpark, zeigte sich auch der Vereinsvorsitzende Mathias Neuhaus erfreut. Der allererste Kunstrasen im Sportpark sei auf schon 2013 eingeweiht worden, betonte er. „Der neue Rasen ist jetzt der zweite, an den hohe Anforderungen gestellt werden.“ Ganz besonders schätze er die gute Nachbarschaft zu den anderen Vereinen, erklärte Neuhaus weiter.

„Es ist unsere Pflicht und Aufgabe, den jungen Sportlern Spaß am Fußball zu bieten.“ Mit zwei Aktiven- und drei Jugendmannschaften sowie den Bambini-Teams nimmt der FC am Spielbetrieb des Württembergischen Fußball-Verbands teil. Das soziale Lernen von klein auf, das Erlangen von Teamkompetenz, wie es im Sport geschehe, dürfe man nicht unterschätzen, sagte der Sportkreispräsident Fred-Jürgen Stradinger. „Die Kooperation untereinander ist für den Sportpark ganz wichtig, aber nicht selbstverständlich.“

Dieses Engagement gelte es zu würdigen. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Mit den Worten „Bälle kann man immer brauchen“, überreichte auch der Vorsitzende des Fußballbezirks Stuttgart, Harald Müller, dem vor Glück strahlenden Vereinsvorsitzenden ein rundes Leder als Gastgeschenk – wie schon seine beiden Vorredner es getan hatten. Sein Geschenk kommentierte Müller mit den Worten: „Der neue Kunstrasenplatz ist eine runde Sache, und dafür sind die drei Bälle ein Symbol.“