Der TF Feuerbach wurde mit dem Innovationspreis des Württembergischen Leichtathletikverbands ausgezeichnet. Der Verein überzeugt mit einer neuartigen Laufserie.

 

 

Der TF Feuerbach hat vier Laufserien mit zahlreichen Aussichtspunkten entwickelt. Im Laufschritt geht es von Station zu Station. Die Teilnehmer erfahren an den Haltepunkten der jeweiligen Tour einiges über Geschichte und Landschaft (nähere Angaben siehe Infokasten). Eberhard Mauser vom Württembergischen Leichtathletikverband (WLV) gratulierte dem TF Feuerbach zum neuartigen Format und brachte einen Scheck über 750 Euro mit.

„Diese Verbindung von Laufen und Kultur ist nicht oft zu finden“, sagte er. Mit der neuen Laufserie errang der Verein den zweiten Platz. Der Innovationspreis des WLV soll eine Anregung für Lauftreffs und Volkslauf-Veranstalter sein, mit neuen Ideen Menschen fürs Laufen zu gewinnen. Mit der Laufserie gehe der TF Feuerbach, der in der Spitze bereits gut aufgestellt sei, in die Breite, so Mauser. In der boomenden Parkrun-Szene ist das Laufen mit gemeinsamen Aktivitäten oder der Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen verbunden. Dieser Entwicklung sollen nun auch die Lauftreffs und Vereine Rechnung tragen.

Bezirksvorsteherin Andrea Klöber zeigte sich begeistert vom neuartigen Format des TF Feuerbach. „Im Zuge der Eventisierung der Gesellschaft ist das ein Schritt in die richtige Richtung“. Im Sinne der Gesundheitsprävention könnten derlei Angebote die 60 Prozent der Bevölkerung ansprechen, die sich noch nicht die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen 150 Minuten in der Woche bewegen, so Klöber.

„Die vier Touren zu entwickeln, das war viel Arbeit“, erklärte Jutta Marder, Sportbereichsleiterin Laufen des TF Feuerbach, die den Preis zusammen mit Hans-Peter Fuger, Bereichsleiter Langstreckenlauf, entgegennahm. Die Laufserie habe auch neue Gäste angelockt, so Marder.

 

 

Laufen und Kultur

Vier neue Laufstrecken des TF Feuerbach liefern Infos zu Geschichte und Landschaft. Mal geht es um Feuerbach zwischen Industrie und Park, ein ander mal um die Architektur, so etwa um die auf der Weissenhofsiedlung. Es gibt einen Nachtlauf, der vom Max-Eyth-See startet oder man ist auf den Spuren von Familie Schiller und dem Bildhauer Fritz von Graevenitz.