Der Wein-, Obst- und Gartenbauverein Feuerbach lädt vom 16. bis 18. August zum 46. Kelterfest in und um die  Kelter ein. Ausgeschenkt wird hauptsächlich Wein aus Feuerbach.

 

 

„Wir liegen voll im Zeitgeist“, sagt Helmut Wirth, Ehrenvorsitzender des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins Feuerbach (WOGV). Auf Nachhaltigkeit lege der WOGV lange schon Wert, bereits bevor der Begriff in aller Munde war, so Wirth. Urban Gardening sei im Grunde lediglich die moderne Variante des klassischen Obst- und Gartenbaus.

Seit 1992 betreibt der WOGV den Kelterbetrieb in Eigenregie – zuvor war die Feuerbacher Kelter in städtischer Hand – und unterstützt dadurch den örtlichen Weinbau. „Wenn es den Kelterbetrieb in Feuerbach nicht mehr gäbe, dann würde so mancher Wengerter hier aufhören“, meint Wirth.

Auf dem jährlichen Kelterfest wird  „Feuerbächer“ ausgeschenkt, ergänzt um einige Weine aus anderen Stuttgarter Lagen. Rund 26 Rebsorten werden in Feuerbach an- und ausgebaut. Der Trollinger nimmt die größte Fläche ein, gefolgt von Riesling und Lemberger. Mittlerweile liest sich die Weinkarte aber auch etwas exotischer mit Sorten wie Merlot, Chardonnay oder Cabernet Franc. Ein besonderes Highlight am Kelterfest-Probierstand ist in diesem Jahr Fabian Rajtschans „Siaßa Drobbfa“, ein Riesling, der lieblich zu trinken ist. Plastikgeschirr oder stromfressende Strahler wird man auf dem Kelterfest ebenfalls nicht antreffen.

Auch darauf achtet man beim WOGV schon seit vielen Jahren. Der diesjährige Spruch und Text auf der Kelterfestkarte widmet sich den gläsernen Behältnissen, aus denen geschlotzt wird, angefangen mit dem Pfälzer und dem Heilbronner Becher über das schwäbische Henkelglas bis hin zum Stielglas. „Das Henkelglas kann man auf dem Kelterfest auch kaufen“, sagt Wirth.