Das Leitz-Areal soll neu gestaltet werden. Das Büro Petersenarchitekten – Gesellschaft für Architektur + urbane Strategien mbH, Dortmund/Berlin stellte einen ersten Entwurf vor.

 

 

Der Entwurf zur Neugestaltung des rund 19 000 Quadratmeter großen Leitz-Areals wurde bereits im Dezember 2019 dem Stuttgarter Gestaltungsbeirat präsentiert. In der vergangenen Woche berichtete der Architekt Professor Ralf Petersen nun auch dem Bezirksbeirat Feuerbach von seinem Projekt „The New Leitz“. Bauherren sind die Lianeo Real Estate Berlin GmbH und die Projekt Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

Mit Bedacht wurde das Areal des Familienunternehmens Leitz von 1871 bis in die 1980er Jahre hinein gebaut, hob Petersen hervor. Auf respektvolle Weise möchte der Architekt dem unter Denkmalschutz stehenden, U-förmigen Gebäudeensemble zwischen Siemens-, Siegle-, Hohner- und Dieselstraße neues Leben einhauchen. Der längliche Gebäuderiegel gegenüber der Dieselstraße soll als Hotel umgenutzt werden.

Die Sieglestraße wird zum Boulevard mit Allee. Entlang des Boulevards soll ein Neubau mit unterschiedlichen Höhen („tanzende Kubatur“) das Ensemble ergänzen. Der Neubau soll für gewerbliche Nutzungen sowie als Boardinghaus (temporäres Wohnen in eigenen Wohneinheiten) genutzt werden. Zwischen dem Hotelgebäude und dem Neubau entsteht ein Innenhof, der entsiegelt und begrünt wird.

Das alte Heizkraftwerk mit dem Schornstein soll kulturell und gastronomisch – ähnlich der Kulturbrauerei Berlin – genutzt werden und so für Lebendigkeit sorgen. Eine architektonische Herausforderung stellt die öffentliche Durchwegung des Hotelgebäudes zur Dieselstraße hin dar. Hier denkt der Architekt an eine Interpretation der Stuttgarter Stäffele. In der Sieglestraße plant Petersen Wohnbebauung, jedoch sieht die Stadt dort eigentlich eine gewerbliche Nutzung vor. In diesem Sommer möchte Petersen eine Bauvoranfrage vorlegen.

 

 

Sichtlich begeistert

Die vielseitige, vorwiegend gewerbliche Nutzung der Bestandsgebäude des Leitz-Areals sowie die geplante Bespielung des alten Heizkraftwerks mit Kultur und Gastronomie verleitete Bezirksvorsteherin Andrea Klöber dazu, „The New Leitz“ als den Prenzlauer Berg Stuttgarts zu beschreiben. „Da haben sie sich ein tolles Projekt vorgenommen“, sagte sie zu Petersen.