Der Jugendtreff Camp Feuerbach ist bis auf sein Grundgerüst abgebaut. Nach Umbau und Sanierung wird daraus ein Kinder- und Jugendhaus.

 

 

Seine prägnante Form verdankt der Jugendtreff Camp Feuerbach dem Umstand, dass man bei dessen Errichtung in den 1990er Jahren ein bereits bestehendes Regenrückhaltebecken mit einem Durchmesser von 40 Metern als Fundament nutzte. Die Idee dazu hatte der Stuttgarter Architekt Peter Hübner. Es entstand ein Rundbau, der zunächst nur für die Nutzung in der warmen Jahreszeit angelegt war. Das von der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH beauftragte Architekturbüro „plus+ bauplanung“ aus Neckartenzlingen erarbeitete den Entwurf für die Sanierung und den Umbau des Jugendtreffs zu einem ganzjährig nutzbaren Kinder- und Jugendhaus.

Basis hierfür war ein Workshop mit Mitarbeitern der Jugendhausgesellschaft und mit Jugendlichen, so der Ingenieur Heiner Wolfsberger. „Geplant ist, den Kinderbereich im rechten Bereich (vom Hoftor aus gesehen) zu platzieren. Für den Jugendbereich sind ein Saal, Sanitärräume, Küche und Gruppenräume vorgesehen“, erklärt Sylke Bernet von der Jugendhausgesellschaft. Grundsätzlich haben Kinder und Jugendliche eigene Räume, Küche und Saal können jedoch von beiden Zielgruppen genutzt werden, so Bernet. „Der Fußabdruck bleibt, nach außen wird das Gebäude nicht vergrößert“, sagt Wolfsberger.

Kinder- und Jugendbereich werden durch ein Brückenelement miteinander verbunden, das durch einen Aufzug einen barrierefreien Zugang ermöglicht. In Teilbereichen soll der Rundbau im Innenhof vergrößert werden, so Hausleiter Benjamin Seidl. Der Holzbau soll wärmegedämmt werden. Nach wie vor geht die Jugendhausgesellschaft von einer Bauzeit von 1,5 bis 2 Jahren für das 3,2 Millionen teure Bauvorhaben aus. „Wir sind guter Dinge, dass die Baugenehmigung bald erteilt wird“, sagt Wolfsberger.

 

 

Unkonventionell

Der Stuttgarter Architekt Peter Hübner hatte die Idee, das Feuerbacher Jugendhaus auf einem kreisförmigen Regenrückhaltebecken zu errichten. In dem Artikel „Meister unordentlicher Bauten“ in „Die Zeit“ vom 3. April 1992 bezeichnete Hübner den Jugendtreff Camp Feuerbach auch als Wasserschneckenschloss.