In Sachen neue Proberäume für die Musikinitiative Rock tut sich was. Aber nur dann, wenn die Stadt den nötigen Umzug und die Umbauarbeiten finanziert.

 

 

Bereits im April berichteten wir über den bislang ersatzlosen Wegfall von Proberäumen für Musiker in Weilimdorf und Feuerbach. Rooms4Music-Macher Klaus Forstner musste im Juni rund 110 Untermietern in einem Gebäude im Industrie Weilimdorf kündigen. Der Mangel an Proberäumen für Stuttgarter Musiker verschärft sich, weil auch die Musikinitiative Rock (MIR), deren Übezellen sich auf dem MKI-Areal befinden, Ende Dezember ausziehen muss.

Der Verein war schon lange auf der Suche nach einer räumlichen Alternative und wurde im Industriegebiet Zuffenhausen fündig. Der Gebäudeinhaber hat schon einen Mietvertrag ausgearbeitet, doch noch fehlt die Unterschrift des Vereinsvorstands. Denn zuvor müssen die finanziellen Grundlagen für einen Umzug und den Umbau der neuen Räume geschaffen werden.

Ein aktueller Antrag der Grünen hat sich erneut der Sache angenommen und pusht das Unterfangen. Und auch die Kulturverwaltung scheint dem Thema gegenüber rein rhetorisch aufgeschlossen zu sein, sieht in der „Förderung der Popmusik eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe“.

Um für die Musiker in Stuttgart einen Knopf dranzumachen, braucht es dafür nun den schnöden Mammon. Die einmaligen Umbau- und Umzugskosten belaufen sich laut Verwaltung auf 70 000 Euro. Kosten, die die MIR nicht tragen kann, da der Verein über keine Rücklagen verfügt. Mit dem Umzug nach Zuffenhausen könnte der Wegfall der Probenräume im Stuttgarter Norden zumindest etwas kompensiert werden, so Andreas Winter (Grüne). Doch noch ist keine Entscheidung gefallen.

 

 

Was meinen Sie ?

Die allgemeine Wohnungsnot und die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt machen sich auch in der „Kulturstadt“ Stuttgart bemerkbar: Ein Mangel an Proberäumen für Musiker. Auch den Bildenden Künstlern und der freien Tanz- und Theaterszene mangelt es an Raum.