„Allianz für Niederwild“: Bündnis setzt sich für biologische Vielfalt ein – Auftakt der Modellregion „Mittlere und Westliche Filder“ bei Filderstadt-Plattenhardt.

 

Klassische Niederwildarten wie Feldhase, Rebhuhn oder Fasan sind selten geworden – eine Folge der extensiven landwirtschaftlichen Bodennutzung. „Doch ausschließlich unsere Bauern für das Verschwinden von Arten verantwortlich zu machen, ist zu kurz gesprungen“, gibt Peter Hauk zu bedenken.

Auch das geänderte Freizeitverhalten der Bevölkerung nehme Einfluss auf das Vorkommen wild lebender Tiere, so der Landwirtschaftsminister. Christian Reutter vom Landesbauernverband weist auf einen Zwiespalt hin: „Landwirte unterliegen harten ökonomischen Zwängen. Ökonomie und Ökologie im Gleichgewicht zu halten ist die große Herausforderung für die ganze Gesellschaft.“

Dieser Herausforderung und damit dem Erhalt der biologischen Vielfalt stellen sich verschiedene Akteure. Durch die Förderung von Offenlandarten setzt sich das Bündnis die Verbesserung der Lebensräume und -bedingungen charakteristischer Arten zum Ziel. Dazu beitragen soll „die Konzentration auf kleine Flächen mit zahlreichen Rückzugsmöglichkeiten und möglichst wenig Bäumen, von denen Raubvögel auf Beutezug gehen könnten“, erklärt René Greiner vom Landesjagdverband – Flächen wie bei der geschützten Scherlachhecke.

 

Aktionsgemeinschaft

Dazu gehören: Landwirte, Jäger, Naturschützer, Kommunen, Behörden, Forschungseinrichtungen und Grundeigentümer.