Heiße, trockene Sommer, milde und feuchte Winter: Klimaforscher der Universität Hohenheim und Projektpartner haben Ergebnisse für Deutschland präsentiert.

 

 

Das blüht uns: Bei einem Weiter-so in der Klimapolitik nehmen Hitzeperioden und Starkregen zu, erhöht sich die Jahresmitteltemperatur um wahrscheinlich fast vier Grad Celsius. Regional betrachtet wird Baden-Württemberg buchstäblich zum „Hotspot“ – immer trockener, mit mehr Perioden ohne Regen. Dies ist das Ergebnis eines von Ländern und Bund geförderten Projektes. Die Forscher der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, des Climate Service Center Germany, des Deutschen Wetterdienstes, des Klimarechenzentrums, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Uni Hohenheim haben nun Aussagen vorgelegt. Fünf der 37 Klimasimulationen haben die Hohenheimer mit dem eigenen Klimamodell gerechnet.

Mit Klimaschutz, so die Rechenmodelle, würde die Erwärmung im 21. Jahrhundert rund ein Grad Celsius betragen. Ohne Klimaschutz stiege die Jahresmitteltemperatur um fast vier Grad, Hitzeperioden nähmen zu Kälteperioden ab oder blieben aus. „Das wäre ein Desaster“, warnt der Hohenheimer Forscher Volker Wulfmeyer: „Viele Menschen würden schwere gesundheitliche Probleme bekommen und auch die Landwirtschaft geriete in Schwierigkeiten.“ Niederschlag im Winter fällt vermehrt als Regen. Das Wasser fließt oberflächlich ab. Schnee aber würde bei der Schmelze im Frühjahr die Grundwasservorräte auffüllen. Und: „Wir müssen uns auf mehr Hochwasser im Winter einstellen“, warnt die Hohenheimer Wissenschaftlerin Viktoria Mohr, „und darauf, dass die Grundwasservorräte zurückgehen.“

 

Die Absicht

Die Projektergebnisse sind ein wichtiger Beitrag zur Erforschung des Klima­wandels in Deutschland. Sie sind die Basis für An­passungsmaßnahmen und politische Entscheidungen.