Am Sonntag um 11.15 Uhr lädt Museumsleiterin Christina Vollmer zu ihrer ersten Ausstellung im Stadtmuseum Gerlingen ein. Es geht um „Verschwundene Dinge“.

 

 

Viele Dinge, die wir alltäglich benutzen, unterliegen einem Wandel. Sie sind aus unserem Alltag verschwunden. Eine neue Ausstellung im Stadtmuseum Gerlingen will diese Dinge nun zeigen. Die Exponate dafür haben sich über Jahrzehnte in den Depots des Stadtmuseums angesammelt.

„So ein Thema, das hatte ich schon immer im Hinterkopf. Die Alltagskultur, das ist etwas, womit man sich in der Volkskunde beschäftigt“, sagt Christina Vollmer. In der ansprechenden Präsentation scheint sich schon eine erste Stärke der neuen Museumsleiterin zu zeigen. Über den Holzpaletten und Arbeitsregalen, die auf die Herkunft der Exponate aus den Depots verweisen, verläuft ein bordeauxroter Bezug. Diese Farbe wiederholt sich in den Schriftzügen an den Wänden, die wie ein reizvoller Akzent die Ausstellung umrahmen.

Die Anzahl der Exponate ist überschaubar, sodass jedes für sich wirken kann. Die Original-Parkuhr aus Gerlingen steht mit ihrem „abgelaufen“ symbolisch für die Ausstellung. Neben ihr befindet sich die Abbildung einer gelben Telefonzelle. „Gezeigt werden Exponate ab der Hälfte des letzten Jahrhunderts“, erklärt Vollmer.

Ein besonders altes Ausstellungsstück ist ein Polyphon aus den 1920er Jahren. „Unsere Besucher können ihre Erinnerungen aufschreiben und in einem Zettelkasten ablegen“, sagt Vollmer. Und Erinnerungen werden sicher bei vielen wach, ob Röhren-Fernseher, Poesie-Album, Tamagotchi oder Walkman.

 

 

Hutablage passé

Wer hat heute schon noch eine Hutablage ? Im Stadtmuseum Gerlingen wird ab Sonntag eine solche ausgestellt und darüber hinaus noch viele andere aus dem Alltag verschwundene Dinge. Die neue Ausstellung „Verschwundene Dinge“ wird am Sonntag um 11.15 Uhr eröffnet. Bürgermeister Georg Brenner begrüßt die Besucher. Die neue Leiterin des Stadtmuseums, Christina Vollmer, wird in die Ausstellung einführen.