Seit 2017 bietet der Ortsverein Gerlingen des Roten Kreuzes das „Helfer-vor-Ort“-System an. Dafür gab es nun ein neues Einsatzfahrzeug.

 

Bei einem medizinischen Notfall ist schnelle Hilfe vor Ort lebensrettend. Die Rettungsdienste müssen darum eine gesetzliche Hilfsfrist einhalten. Länger als 15 Minuten darf das sogenannte „behandlungsfreie Intervall“ nicht dauern. Die ergänzende Hilfsleistung „Helfer vor Ort“ des DRK Gerlingen ermöglicht es, noch schneller beim Patienten zu sein. In Gerlingen wurde „Helfer vor Ort“ im August 2017 eingeführt. Seither kam es dort zu 68 Einsätzen, bei denen ehrenamtliche Helfer des DRK in rund fünf Minuten am Einsatzort waren.

Bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt wurden die Patienten mit basismedizinischen Maßnahmen stabilisiert. „Ob die Helfer vor Ort alarmiert werden, das entscheidet die Rettungsleitstelle Ludwigsburg nach festgelegten Kriterien“, erklärte Thilo Lang, Vorsitzender des DRK Gerlingen. Einsatzgründe sind etwa schwere Stürze, Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch ein Suizidversuch. Fünf ehrenamtliche Helfer des DRK Gerlingen wurden für diesen Einsatz geschult. Nun steht ihnen ein neues Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn zur Verfügung, ein BMW von Autohaus Müller, das einen Rabatt gewährte.

Auch von der Stadt Gerlingen kam ein ordentlicher Zuschuss. „Zehn Prozent des Kaufpreises haben wir im Zuge der Vereinsförderung erhalten“, sagte Lang. Dennoch haben die Gesamtkosten ein ordentliches Loch in die Vereinskasse gerissen. Bürgermeister Georg Brenner erklärte sich sofort bereit, für „Helfer-vor-Ort“ die Schirmherrschaft zu übernehmen.

 

Helfer-vor-Ort

Den ergänzenden Hilfsdienst „Helfer-vor-Ort“ bieten im Landkreis Ludwigsburg 35 DRK-Ortsvereine. Die Nähe zum Einsatzort sorgt für schnelle Hilfe im medizinischen Notfall.