Seit Montag dreht sich auf dem Höhenpark Killesberg wieder das nostalgische Pferde-Karussell. Und auf der Bühne des Jahrmarktstheaters steht Clownin Eliszi Böhm.

 

 

Der Saisonstart von „Eliszis Jahrmarktstheater“ war sonnig an diesem Montag. Seither ist der Betrieb des nostalgischen Jahrmarkts im Höhenpark Killesberg wieder in vollem Gang. Gleich in der Nähe des eleganten Aussichtsturms erklingen alte Schlager, drehen sich der Kettenflieger und das Pferdekarussell, können sich die Besucher an der Hutwurfbude und am „Hau den Lukas“ erproben. Außerdem locken gebrannte Mandeln und gebackene Waffeln. Und nicht nur das. Nachmittags finden in dem hübschen Zirkuszelt des Jahrmarkts regelmäßig Kinder- und Familienprogramme statt.

Die Schauspielerin Eliszi Böhm führt dann Kasperletheaterstücke auf. Die Programme schreibt sie selbst. Auch Erwachsene würden sich ihr Kasperltheater gerne ansehen, meint Böhm. Auf der großen Bühne spielt die Schauspielerin auch gerne den Clown. Der dumme August liegt ihr dabei besonders am Herzen, er ist ihre Lieblingsrolle im Clownsfach. Er sei im Grunde eine Frohnatur, meint Böhm. „Er ist eher der Kindliche, der Verspielte, der Naive mit einem großen Herzen“, sagt die Schauspielerin, die sich in einer ihrer Zirkuswagen schminkt.

Böhm war schon immer von der Zirkuswelt fasziniert. „Ich hatte schon als Kind das Gefühl, da gehör’ ich hin“, sagt sie. Das Programm des Jahrmarktstheaters umfasst aber noch mehr. Von den monatlichen Poetry Slams im Zirkuszelt fühlen sich auch die Jüngeren angesprochen. „Manche Abende sind umwerfend“, sagt Böhm. Auch die Liedermacher haben mit ihrem jährlichen Singer-/Songwriter-Festival „Vive la Vie“ auf dem Höhenpark Killesberg eine Heimat gefunden. Mittlerweile hat sich das Theater auch als Tanz-Location etabliert.

In den Abendstunden finden dort Tango-, Swing-, Salsa oder Bal-Folk-Veranstaltungen statt.

 

 

Bürgerhaushalt 2019

Bis Montag konnten die Stuttgarter im aktuellen Bürgerhaushalt für die weitere, institutionelle Förderung von Eliszis Jahrmarktstheater stimmen. „Ohne Förderung kann es eigentlich nicht gehen“, heißt es im Antrag Nr. 50180. Vielleicht schafft er es in die Top 100 der Stadt?