Da staunten die Zöllner am Flughafen in Echterdingen nicht schlecht, als sie vergangene Woche Schmuggler ertappten, die ihren Goldschmuck in einer Babywindel versteckten.

 

Normalerweise wird man als Eltern von anderen Stinkbomben in der Windel überrascht: In einer (sauberen) Windel entdeckten Zollbeamte am Flughafen versteckten Goldschmuck im Wert von knapp 12 000 Euro. Die Beamten überprüften das Gepäck eines 41-jährigen Schweden, der aus dem Irak über die Türkei nach Stuttgart geflogen war.

Dabei fanden die Zöllner einen 350 Gramm schweren Schmuckgürtel aus Gold. Da der Mann die Waren nicht angemeldet hatte und die Reisefreigrenze von 430 Euro deutlich überschritten war, leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren ein. Nach Zahlung der Einfuhrabgaben von 2600 Euro sowie einer Strafsicherheit von knapp 1300 Euro konnte der Mann seine Reise in Richtung Stockholm fortsetzen. „Wenn man daran denkt, was sonst üblicherweise in Babywindeln landet, fällt einem hier unweigerlich der Goldesel aus Grimms Märchen ,Tischlein deck dich‘ ein“, sagt der Pressesprecher des Hauptzollamts Stuttgart, Thomas Seemann.

Neben dem Schmuck hatte der Schwede noch 750 Gramm unversteuerten Wasserpfeifentabak und fast vier Kilogramm nichteinfuhrfähigen Käse als Schmuggelgut im Gepäck. „Bricklebrit!“, mein Baby, „Bricklebrit!“

 

Zollamt Flughafen

Das Zollamt Flughafen ist dem Hauptzollamt Stuttgart untergeordnet. Jährlich werden im Import rund 900 000 Anmeldungen für Waren von zehn Milliarden Euro bearbeitet.