Leinfelden-Echterdingen fordert, unterstützt von Filderstadt, die Pläne für Stuttgart 21 so zu ändern, dass für die S-Bahn auf den Fildern ein „zukunftsfähiges Betriebskonzept“ fahrbar ist.

 

 

Nach einer im Gemeinderat diskutierten fachlichen Stellungnahme des Verkehrswissenschaftlers Prof. Eberhard Hohnecker hat die Stadt Leinfelden-Echterdingen gegenüber dem Regierungspräsidium Stuttgart ihre bisherige Kritik an den Bahn-Plänen massiv erweitert. Dies „in besonderer Weise“ auch deshalb, weil „keinerlei Zukunftsoptionen“ für die auf den Fildern wichtige S-Bahn berücksichtigt worden seien.

Hohnecker, der selbst jahrelang bei der Deutschen Bundesbahn gearbeitet hat, kommt zum Ergebnis, würde die bisherige Planung umgesetzt, seien „die für eine zukunftsfähige S-Bahn erforderliche Kapazität und Betriebsqualität nicht mehr gegeben“. Der Gemeinderat fordert, diese Zukunftsfähigkeit der auch mit erheblichen Finanzmitteln der Stadt erbauten Filder-S-Bahn zu sichern.

Deshalb sei die Planung so zu verändern, dass zwischen Rohrer Kurve und Flughafen mindestens ein Zehn-Minuten-Takt (in jeder Richtung alle zehn Minuten eine S-Bahn) in guter Betriebsqualität ohne Verspätungsaufbau möglich bleibe. Eine Umsetzung des bisherigen Betriebskonzepts für Stuttgart 21 zulasten der Betriebsqualität haben Stadt und Gemeinderat abgelehnt.

Mittlerweile hat die SPD-Fraktion in Filderstadt bei Oberbürgermeister Christoph Traub beantragt, die Stadt solle den Antrag Leinfelden-Echterdingens unterstützen. Dem bisherigen Planwerk fehle die nötige Zukunftsfähigkeit. „Ferner stellen wir fest, dass sich die Planungen von S 21 mehr und mehr auf Kosten der Filder-S-Bahn und zulasten der Filder und der Stadt Filderstadt auswirken würden.“

 

 

Planung S 21

Es handelt sich hier um das seit 2013 laufende Planfeststellungsverfahren Filderbereich mit Flughafenanbindung. Der ursprüngliche Plan der Bundesbahn wurde geändert, um die mit den Projektpartnern von Stuttgart 21 beschlossenen Verbesserungen im Filderbereich umzusetzen.