Im chinesischen Horoskop, als Glücksbringer, im alten Ägypten als Gott und in Kinderbüchern, Märchen, Fabeln und Sagen als literarische Figur: dem Hase wird in vielen Kulturen eine große Rolle zugetragen. Aber auch als Plüschtier Osterhase in Form unzähliger Schokoladenfiguren ist das kleine Tier nicht mehr wegzudenken.

 

 

Fotostrecke 3 Fotos

Zwischen vierhundert und fünfhundert Hasen sind seit dem öffentlichen Aufruf „Hasen gesucht“ Anfang 2017 bei Ingrid Knupfer eingegangen. „Ich habe sie nicht gezählt, war aber auch viel unterwegs, um die Hasen abzuholen, zu nummerieren, zu ordnen und zu fotografieren, damit sie nach der Ausstellung wieder an ihre Besitzer zurückgegeben werden können.“ Ingrid Knupfer ist die Museumsbeauftragte des Kulturförderkreises. In dieser Position hat sie schon Ausstellungen zu den Themen Nußknacker oder Modell-Eisenbahnen erfolgreich organisiert. „Und im kommenden Advent wollen wir eine Krippenausstellung realisieren.“

Die Ideen wie auch die Energie wollen Ingrid Knupfer nicht ausgehen und so ist auch die Idee mit der Hasenausstellung zu Ostern unter dem Namen „Mein Name sei Hase“ von ihr. Kurz vor Ausstellungseröffnung kann die Ausstellungmacherin nun auf eine stattliche Sammlung im Leinfelder Haus blicken. „In dieser Ausstellung gibt es viel zu entdecken. Aber auch zu erinnern, beispielsweise die kleine Hasenschule, die jedes Kind kennt.“

Die Exponate sind aus Plastik, Holz, Papier und Glas, Porzellanfiguren, Objekte aus dem Kunstgewerbe, Gemälde, Grafiken, Bücher, Postkarten aber auch Plüschtiere und Schokohasen, Alltags- und Gebrauchsgegenstände, Textilien und Kitsch, daneben auch Back- und Gießformen. In nahezu allen Kulturen der Erde spielt der Hase eine besondere Rolle. Allein die Frage bleibt offen, woher unser Osterhase kommt. „Die Ausstellung ist für die ganze Familie. Deshalb haben wir auch Sonderöffnungszeiten eingerichtet, zum Beispiel den Ostermontag.“

Ein Besuch im Leinfelder Haus lohnt allemal, nicht alleine das Hasen-Panoptikum zu bestaunen ist ein Besuch wert: Seit 1993 wird das Leinfelder Haus offiziell als Heimatmuseum und Vereinsheim geführt. Eine Dauerausstellung mit über 3000 lokalen Kulturgütern und wertvollen Exponaten ist normalerweise einmal im Monat geöffnet.

Das wunderschöne Fachwerkhaus in der Ortsmitte von Leinfelden stammt aus dem Jahre 1570 und gehört der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Es wird von den beiden im Haus ansässigen Vereinen, dem Wander- und Heimatverein Leinfelden e. v. und dem Kulturförderkreis Leinfelden e. v. betreut. Zunächst wurde das Haus als Wohnhaus erbaut, später war es Gasthaus Sonne, danach wieder Wohnhaus. Seit 1993 ist das Leinfelder Haus Ortsmuseum und Vereinshaus.

„Das Leinfelder Haus ist auch als Bürgertreffpunkt und Begegnungsstätte gedacht, aber man kann die liebevoll dekorierten Räumlichkeiten mieten, um beispielsweise Feste zu feiern, das wird gerne genutzt.” Das gesamte Anwesen steht unter Denkmalschutz.

 

INFO

Die Ausstellung ist sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich am 1. April 2017 und am Ostermontag, 17. April. Ort: Leinfelder Haus, Lengenfeldstraße 24 in Leinfelden. Eine Bewirtung (Kaffee, Tee, Kuchen und sonstige Getränke) wird während der Öffnungszeiten angeboten.

Der Eintritt ist frei – Spenden für den Kulturförderkreis Leinfelden sind willkommen.