Von Glückssymbolen, Glückshormonen, Glück im Quartier oder auch Glücksmomenten – die Glücksserie des Stuttgarter Wochenblatts geht in die nächste Runde. In der aktuellen Ausgabe spricht Persönlichkeits- und Auftrittstrainerin Reingard Gschaider über die Denkdiät: Raus aus dem Grübeln, rein ins Glücklichsein.

 

 

Wer kennt es nicht, sich unzufrieden, ausgelaugt, antriebslos, wütend oder schlicht und einfach unglücklich zu fühlen. Die Gedanken drehen sich im Kreis, es wird gegrübelt und es scheint als wäre alles eine reine Katastrophe.

„Gefühle der Wut, der Traurigkeit oder der Verzweiflung sind völlig menschlich und normal, doch wer zu lange darin stecken bleibt, macht sich selbst zum Opfer. So wird das Leben zum Leiden“, erklärt Persönlichkeits- und Auftrittstrainerin Reingard Gschaider aus Leonberg. „Wir sind freier, als wir denken – zumindest darin, wie wir eine Situation betrachten.“ Genau diese Freiheit bezeichnet Reingard Gschaider als einen Aspekt von Glück: „Das Leben zu gestalten, anstatt es zu erleiden.“

Sie betont, dass es nicht die eine Definition von Glück gebe: „Was es aber gibt, ist, dass ich auf das Leben zugehe, dass ich bestimmte Dinge tue und dadurch positive Gefühle erfahre, wie Zufriedenheit, Wohlergehen und Interesse. Solche Gefühle zu erleben, fasse ich zusammen mit: ‚Da bin ich glücklich’.“

Doch wie gelingt es, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen oder dem Katastrophendenken Einhalt zu gebieten? Ganz einfach: Das Denken an sich muss einfach abspecken – mithilfe der Denkdiät. „Bei der Denkdiät geht es um bewusstes Auswählen. Die Aufmerksamkeit wird dabei auf etwas anderes als auf das Problem oder den Lebensumstand gerichtet.“

Oft bürde man sich selbst eine Last auf, in dem man etwas, das einem passiert ist – und sei es nur, dass jemand einem auf den Fuß getreten ist – immer und immer wieder durchkaut.

„Natürlich gibt es Zeiten, in denen es einem nicht gut geht“, sagt Gschaider. „Es gilt auch nicht, immer positiv zu denken, die Situationen gut zu reden oder zu verdrängen – wir können sowieso nicht ‚Nicht-Denken’.“ Die Expertin rät, die Gedanken wahrzunehmen, zu beobachten. Dadurch entstehe ein Abstand zu den Gedanken, denn eins solle man sich stets bewusst machen: „Wir sind nicht, was wir denken.

Was ich denke, muss nicht die Wahrheit sein oder der Realität entsprechen – rund 90 Prozent der Horrorszenarien, die sich in unserem Kopf abspielen werden nie eintreten.“

Nur indem Denkmuster bewusst gemacht und verändert werden – was natürlich auch Übung erfordert – gebe es einen Ausweg aus diesem Kreislauf. „Der Realität ist es egal, was wir von ihr halten. Sie ist, wie sie ist.“

 

INFO

 

Mehr Infos zu Reingard Gschaider und der Denkdiät sind unter www.denkdiät.de einsehbar. Ein kostenloses E-Book mit dem Titel „22 Taschenzauber fürs kleine Glück im Alltag“ ist hier verfügbar.