Seit Mitte November wird das Heslacher Hallenbad fit für die Zukunft gemacht – genauer das sanierungsbedürftige Dach. Insgesamt 1,09 Millionen Euro entstehen an Kosten, die der Bäderbetrieb Stuttgart finanziert. Die Fertigstellung ist Ende Mai 2017 vorgesehen.

 

 

Eine Verschönerungskur für das gewölbte Dach des Heslacher Hallenbades ist seit November in vollem Gange. Die Projektleitung erfolgt durch das Hochbauamt, das bereits im Juli 2014 mit der Baumaßnahme beauftragt wurde. Das mit horizontalen Lichtbändern versehene Dach wird von neun Stahlbetonbögen getragen. „Die vorgesehenen Arbeiten umfassen eine Sanierung der gesamten Dachfläche, das heißt die vorhandene Dachabdichtung einschließlich Wärmedämmung wird vollständig abgebaut und durch einen neuen Dachaufbau ersetzt“, erklärt Alexander Albrand, BBS-GF/Geschäftsführung, Bäderbetriebe Stuttgart.

„Soweit es aus denkmalpflegerischer Sicht möglich ist, wird eine dickere Wärmedämmung ausgeführt. Im Zuge der Dacharbeiten müssen Dachrinnen und Verwahrungen demontiert und neu montiert werden.“

Soweit es erforderlich sei, werden einzelne Teile ersetzt. Die Maßnahme umfasse darüber hinaus eine Teilsanierung der Fenster, abhängig vom Erhaltungszustand auch einen Austausch von Fenstern und Fensterflügeln sowie Anstricharbeiten.

Die Ziegelfassade werde außerdem geprüft und kleinere Fehlstellen werden instandgesetzt. Zur Ausführung der Arbeiten wurde hierzu bereits das gesamte Gebäude eingerüstet werden. Bis Ende Mai diesen Jahres sollen die Sanierungsarbeiten andauern, eine Arbeitsunterbrechung von circa zwei Monaten im Januar und Februar sei planmäßig berücksichtigt.

„Für die Baumaßnahme stehen insgesamt netto 1,09 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden 0,784 Millionen Euro mit einem Sonderzuschuss aus dem städtischen Haushalt und 0,306 Millionen aus Instandhaltungsmitteln der Bäderbetrieb finanziert“, erklärt Albrand weiter. Desweiteren wurden die einzelnen Sanierungsmaßnahme mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt:

„Bei der Erneuerung des Dachaufbaus und der Fenster beziehungsweise Fensterflügel ist keine Originalsubstanz betroffen (Einbau im Zuge der Generalsanierung in den Jahren 1990 bis 1993)“, so Albrand.

„Die Anforderungen des Landesdenkmalamts beziehen sich hier in erster Linie auf den Erhalt des Erscheinungsbildes, eine Erhöhung der Dämmdicke war daher nur auf dem Kopfbau möglich. Die Fenster im ersten Obergeschoss Kopfbau sind original erhalten und werden instandgesetzt beziehungsweise repariert.“ Die Badefreunde des Heslacher Hallenbads können außerdem aufatmen, was den Bäderbetrieb angeht: „Es ist vorgesehen, die Baumaßnahmen ohne Unterbrechung des Badebetriebes durchzuführen“, sagt Albrand.

Bei der Ausführung von Dacharbeiten – die bituminösen Dachbahnen müssen mit der Dachfläche, der Wärmedämmung und untereinander verschweißt werden – seien aber Geruchsbelästigungen möglich. Die Arbeiten im Saunabereich – Reparaturarbeiten an den Fenstern, Malerarbeiten – seien außerhalb der Betriebszeiten vorgesehen. Die Arbeiten an den Fenstern der Schwimmhalle erfolgen außerdem überwiegend von außen.

„Aus Sicherheitsgründen muss der Beckenumgang, phasenweise auch einzelne Teile der Badebecken oder Schwimmbahnen, unterhalb des jeweiligen Arbeitsbereiches gesperrt werden.“ Diese Sperrung betreffe jedoch nur einzelne, wenige Tage. Die Ausführung der Fenster- und Malerarbeiten ist witterungsabhängig.