Die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft hat die sechste Besuchererhebung herausgebracht und festgestellt, dass die Jugendhäuser in den Stadtteilen gefragt sind.

 

 

„Die Jugendhausbewegung in Stuttgart hat eine gewachsene Struktur“, sagt Sieghard Kelle, der seit 1996 Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft ist. Nicht überall in der Bundesrepublik findet man in einer Großstadt ein solch breites Angebot, das sich vor allem auch in den Stadtteilen wiederfinden lässt.

Die Haupterkenntnis der aktuellen Erfassung ist, dass die Verweildauer in den Einrichtungen länger geworden ist – mindestens zwei Stunden bleiben Jugendliche vor Ort, 2015 waren es 1 Stunde 36 Minuten. „Wir folgern daraus, dass unser Angebot trotz Ausbau des schulischen Ganztagesangebots weiterhin gut angenommen wird“, so Kelle. Was man aber sagen kann: 80 Prozent der jungen Besucher kommen mindestens einmal in der Woche, täglich sogar 42 Prozent.

Das soziale Zusammentreffen ist für die meisten das wichtigste Motiv: „Freunde treffen“ sagen 73 Prozent der Befragten als wesentliche Unternehmung im Jugendhaus. Auf die Frage, was die Stuttgarter Jugendhäuser von anderen unterscheidet, meint Kelle: „Wir haben in den Ferien ein breites Angebot, wer kann schon 14 Wochen überbrücken?“

 

Besuchererhebung

Die Erhebung hat „Explanandum“, Gesellschaft für empirische Sozialforschung, durchgeführt. Sie erfasst die Kontakte.