Eigentlich ist es ja ein Thema für Bad Cannstatt: das neue Sporthallenbad im Bereich Neckarpark. Allerdings wird das Sportbad auch Auswirkungen auf Untertürkheim haben.

 

 

Lange wurde über das neue Sportbad diskutiert, zwischenzeitlich sogar der Standort gewechselt, nun kommt endlich Bewegung in die Sache, was zugleich auch Auswirkungen auf das Untertürkheimer Inselbad haben wird. Das Bad selbst wird in Bad Cannstatt an der Mercedesstraße entstehen: Der Bau des Gebäudes soll im Frühjahr 2019 beginnen und im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen. Die Kosten betragen rund 35 Millionen Euro. Mit Fertigstellung des neuen Sportbades wird im Inselbad in der Wintersaison keine Traglufthalle mehr aufgestellt, sondern die aktiven Schwimmer können künftig das Cannstatter Sportbad nutzen. „Für den Freizeitschwimmer wirkt sich das aber auch im Sommer aus“, so Alexander Albrand, Geschäftsführer der Stuttgarter Bäderbetriebe.

Denn bislang wurde das Sportbecken im Inselbad auch während der Freibadsaison von Vereinen und aktiven Schwimmern zeitweise genutzt. „Dabei wurde natürlich die Nutzung der Freibadbesucher eingeschränkt“, so Albrand. Durch technische Variationsmöglichkeiten, die das große Sportbecken in mehrere Abschnitte teilen können, gelingt es nicht nur die Belegung vom Untertürkheimer Inselbad inklusive Traglufthalle, vom Cannstatter Hallenbad, sondern theoretisch auch vom Untertürkheimer Hallenbad in die neue Halle einzugliedern. Dieses wird aktuell nicht von den Bäderbetrieben, sondern von einem Verein betrieben.

Plan der Bäderbetriebe ist es jedoch nicht, dass Untertürkheimer Hallenbad komplett aufzugeben. „Wir wollen dieses Bad gerne für Sonderbelegungen nutzen“, so Albrand. Dies bedeutet konkret, dass die Bäderbetriebe es als Ausweichstätte nutzen möchten, wenn andere Hallenbäder in der Stadt aus Sanierungsgründen zeitweise geschlossen werden müssen. Aus dem Bezirksbeirat Untertürkheim gab es harsche Kritik an einer möglichen Schließung des Hallenbades Untertürkheims: „Es gibt keinerlei Gründe das Hallenbad zu schließen“, so Andrea Mathiasch von der CDU-Fraktion. Ähnlich sieht es auch Sabine Reichert-Hebel von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Sollte das Bad geschlossen werden, wird dies massiven Protest auslösen.“ Auch der Förderverein Hallenbad Untertürkheim wehrte sich vehement gegen eine mögliche Schließung. Der Bezirksbeirat Untertürkheim hat sich in einem einstimmigen Beschluss gegen eine Schließung ausgesprochen.

 

Zeitplan

Der Bäderausschuss des Gemeinderats wird am Freitag, 6. Oktober, über die Beschlussvorlage entscheiden.