Eine neue Ausstellung in der Stadtteilbibliothek Untertürkheim befasst sich zum 100-Jahr-Jubiläum des Frauenwahlrechts mit den „Suffragetten“ im deutschsprachigen Raum.

 

 

Sie waren Journalistinnen, Schriftstellerinnen, Lehrerinnen oder auch Juristinnen, gut ausgebildet, haben Zeitungen, Kindergärten oder Vereine gegründet, waren ein wichtiger Bestandteil des bürgerlichen Lebens: Aber wählen durften sie nicht. Erst 1918 wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Der Verdienst vom unermüdlichen Einsatz vieler Frauen, „Suffragetten“ genannt, hergeleitet vom englischen „suffrage“, was so viel wie Wahlrecht bedeutet. Eine Bewegung, die aus England kam, wo die „Suffragetten“ am radikalsten waren in ihren Methoden. Die deutschen und auch einige österreichischen Frauen waren nicht ganz so tollkühn, aber couragiert waren sie auch.

Mit zwölf dieser deutschen Frauen hat sich nun der Verein „Forum Künstlerinnen“ befasst und eine Ausstellung ins Leben gerufen. „Wir waren schon immer ein Verein, der gesellschaftspolitisch und geschichtsbewusst war“, so die Künstlerin Anne Rossipaul. Von daher gab es am Thema Frauenwahlrecht für den Verein kein Vorbeikommen. Mit den unterschiedlichsten Sichtweisen, Techniken und Zielen, haben sich die Künstlerinnen einzelnen Protagonistinnen der „Suffragetten“ angenähert und zeigen die Resultate nun in einer Wanderausstellung in ganz Deutschland.

In Untertürkheim wird Premiere gefeiert. Für die weitere Stationen würden sich die Künstlerinnen nicht nur über viele Besucher, sondern auch über Sponsoren freuen, die die Umzüge zwischen den Ausstellungsorten bezuschussen. Die Ausstellung wird am Freitag, 13. April, um 19 Uhr in der Stadtteilbibliothek Untertürkheim, Strümpfelbacher Straße 45, mit einer Vernissage eröffnet und ist in der Folge immer Dienstag von 11 bis 19, Mittwoch und Donnerstag, von 14 bis 18, Freitag von 10 bis 18 und Samstag von 10 bis 14 Uhr zu sehen.

 

Internet

Mehr Informationen zur Ausstellung „Die Suffragetten?? – im deutschsprachigen Raum“ findet man im Internet unter www.forum-kuenstlerinnen.de.