Die ersten Pläne für die Sanierung einer Wasserleitung durch Untertürkheim haben im Herbst 2017 für Unruhe gesorgt – nun hat die Netze BW eine abgespeckte Version vorgestellt.

 

 

Dass die Erneuerung der teils über 100 Jahre alten Wasserleitung dringend notwendig ist, steht nicht zur Diskussion. Immerhin gehen rund 30 Prozent der Stuttgarter Wasserversorgung durch Untertürkheim. Was den Verkehr angeht, sorgt jedoch auch die neue Version der Baumaßnahme der Netze BW für Unzufriedenheit.

In dieser verzichtet die Netze BW auf eine komplette Sperrung der Dietbachstraße während der Baumaßnahme, die ursprünglich angekündigt war. Stattdessen soll nun während der Hauptverkehrszeiten die Dietbachstraße einspurig befahrbar bleiben. „So können die Autos im Wechsel über eine Ampel geregelt weiterhin die Dietbachstraße benutzen“, so Jürgen Karajan, vom zuständigen Ingenieur-Büro Karajan. Ganz gesperrt werde dann nur in den Zwischenzeiten von etwa 9 bis 15 Uhr, sowie in den Ferienzeiten den kompletten Tag.

Für diese Maßnahme habe man sich bei der Netze BW entschieden, da Messungen ergeben haben, dass eine Sperrung auch zu den Hauptverkehrszeiten zu einer Überlastung des Verkehrs im Ort führen würde. Der Bezirksbeirat fürchtet jedoch auch mit dem Auslassen der Sperrung in den Hauptverkehrszeiten ein Verkehrschaos im Bezirk. Da der Verlauf der Trinkwasserleitung aber festgelegt ist, finden sich nur schwer weitere Alternativen. Zeitlich müssen sich die Anwohner auf eine sehr lange Bauphase einstellen, die sich gegenüber der ersten Vorstellung nochmals verlängert hat, da eine Komplettsperrung für einen schnelleren Bau sorgen würde. Baubeginn ist bereits in diesen Wochen.

Dann wird zunächst in der Fellbacher Straße von Goldbergstraße bis Dietbachstraße die neue Leitung verlegt. Diese Maßnahme wird etwa bis September 2018 dauern. In der Phase von Mai bis September 2018 wird zudem der Busverkehr der Linie 60 in Richtung Untertürkheim in die Barbarossastraße umgeleitet. Ab September 2018 beginnen dann die Arbeiten in der Dietbachstraße. Diese dauern rund ein Jahr. Im Anschluss sind noch Maßnahmen im Wallmer notwendig, sodass die gesamte Maßnahme zwei Jahre dauert.

 

Bürgerinformation

Die Anwohner an den Baustellen werden durch Briefeinwürfe über die jeweiligen Schritte des Bauvorhabens informiert.