Hinter den Kulissen sorgt der Projektmanager dafür, dass bei den Stuttgart German Masters alles läuft.

 

 

„Um fit zu bleiben und einen Ausgleich zum Büroalltag zu haben, treibe ich viel Sport. Früher waren es Leichtathletik und Judo, heute jogge ich und fahre wann immer möglich mit dem Fahrrad zur Arbeit.“ Zu Pferden hat Claus Lederer keine engere Bindung, vielleicht, weil viele Reitstunden mit einem unfreiwilligen Abstieg endeten. Dennoch spielen die Vierbeiner im Berufsleben des 55-Jährigen eine entscheidende Rolle: als Leiter Marketing bei der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft sorgt er dafür, dass rund um die Stuttgart German Masters alles klappt. „Ein Projekt dieser Größenordnung funktioniert nur, wenn alle Bereiche präzise aufeinander eingespielt sind. Es fällt in meine Verantwortung, die Fäden so zu koordinieren, dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.“

Das Aufgabenspektrum ist vielseitig, reicht von der Akquisition von Sponsoren, Dienstleistern und Ausstellern bis zur Erstellung von Zeitplänen, doch besonders die Logistik stellt aller Erfahrung zum Trotz immer wieder eine Herausforderung dar. „Zwischen Ende des ADAC Supercross und dem ersten freien Training der Reiter liegen gerade mal 48 Stunden. In dieser Zeit müssen wir die Hanns-Martin-Schleyer-Halle komplett umgebaut und mit einem Reitparcours ausgestattet haben. Das ist extrem sportlich.“ Zeitlich eng oder nicht, für ihn gilt stets, den Überblick zu behalten und selbst bei Pannen Contenance zu wahren.

„Wenn ein Top-Sportler ein anderes Turnier absagt, um in Stuttgart zu reiten, ist das ein schönes Lob für alle Beteiligten.“ Für Lederer stellt die Freude an Herausforderungen, die Kommunikationsfreude, Fingerspitzengefühl und Kompromissstärke verlangen, einen Grund dar, warum er sich als frischgebackener Abiturient für die Marketingbranche und gegen das Handwerk entschied. „Als Teenager habe ich alte Autos wieder flottgemacht. Die Leidenschaft für Old­timer hat sich bis heute gehalten, die technische Seite war mir auf Dauer aber zu trocken.“

Er absolviert eine Lehre als Ver­sicherungskaufmann, gefolgt von einem Betriebswirtschaftsstudium, sammelt erste Berufserfahrung. Als 2005 die Entscheidung getroffen wird, alle städtischen Großveranstaltungen und Veranstaltungsflächen in der in.Stuttgart zu vereinen, ist Lederer mit von der Partie. Er fühle sich hier wohl, sagt er, und meint damit nicht nur sein Berufsleben. „Als gebürtiger Bad Cannstatter, der den größten Teil seines Lebens im Ländle verbracht hat, bin ich natürlich mit Leib und Seele Schwabe.“

Gerade der Cannstatter Wasen sei untrennbar verknüpft mit vielen Erinnerungen an die eigene Jugend, gesteht der Vater zweier erwachsener Kinder und erzählt, wie sich seine Clique früher immer am Autoscooter getroffen hat, weil es da die beste Musik gab. „Natürlich hat sich vieles verändert, die Dinge entwickeln sich halt weiter. Und man selbst entwickelt sich mit.“