Der Schock-Illusionist kommt nächstes Jahr ins Theaterhaus und schaute jetzt schon mal in Stuttgart vorbei.

 

 

Dan Sperry zieht die Blicke von allen auf sich, wenn er die Bühne betritt. In diesem Fall die Königstraße vor der Buchhandlung Wittwer, wo der Schock-Illusionist auf seiner Promotion-Tour für seine erste Solotour 2018 einen kurzen Zwischenstopp eingelegt hat, um sein Können zu präsentieren. Er wirkt aber auch unheimlich mit seinem Gothic-Style, den schwarz geschminkten Augen, den vielen Tätowierungen und schwarz lackierten Fingernägeln. Kindergartenkinder und Senioren bleiben stehen und schauen fasziniert zu, denn Dan Sperry versteht sein Handwerk. In null Komma nix verblüfft er durch ein paar raffinierte Kartentricks seine Zuschauer. Wie toll er auf der großen Bühne wirken wird, erfahren die Besucher seiner Show „The Strange Magic Tour“, mit der er am 3. Mai 2018 Station im Theaterhaus machen wird.

Über 20 Millionen Klicks auf Youtube machen den 32-Jährigen zu einem Social-Media-Star. Sein Magiestil ist ebenso einzigartig wie sein bizarres Erscheinungsbild. Seine schockierenden Illusionen und exzentrische Komik haben den Shootingstar der internationalen Magierszene binnen kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Live-Performer aufsteigen lassen. Süße Häschen und sexy Assistentinnen sucht man in seiner Show vergebens. Er schiebt sich Münzen wie Kontaktlinsen in die Augenhöhle und lässt sie an unmöglichen Körperstellen wieder auftauchen. Er schneidet sich die Haut auf – und schockt damit sein Publikum, das sich ihm aber nicht entziehen kann.

Gerne greift er auf der Bühne zu dramatischen, manchmal ekligen Mitteln: Messer, Rasierklingen, Ratten, Voodoo-Praktiken, russisches Roulette. „Manchmal mache ich das sehr gerne, mein Publikum zu schockieren, dann softe ich das aber mit Humor und der entsprechenden Musik sofort wieder ab“, erklärt Dan Sperry. „Denn das Publikum darf nicht allzu schockiert sein, es soll überrascht sein und gut unterhalten werden, das ist mir das Wichtigste“. Für die Kinder im Publikum sei das völlig in Ordnung, „ich schocke eher die Eltern“, grinst er. Nur in Dubai möchte er nicht mehr auftreten: „Die hatten Angst, dass ich die Zuschauer zum Selbstmord animiere, und ich musste die Show extrem umstellen“, erinnert er sich mit Schrecken.

Von der Academy of Magical Arts als „Jüngster Illusionist“ ausgezeichnet, tritt Dan Sperry zu Beginn seiner Karriere eher in kleineren Clubs und Theatern auf. Aufgewachsen ist er in Minnesota, USA. „Da war weit und breit außer mir kein einziger Zauberer“, erinnert er sich. So hat er sich alle Tricks selbst beigebracht, eine Zauberschule gab es nicht. „Mein großes Vorbild war David Copperfield.“ Mit zwölf Jahren verdiente er zum ersten Mal 20 Dollar, als er auf einem großen Picknick den Besuchern vorzauberte. „Ich dachte, Mann, bin ich jetzt reich“, sagt er und lacht. Ein paar andere Jobs hier und da hat er auch gemacht, aber die Zauberei war schon immer seine Profession und Leidenschaft.

Als jüngster Zauberkünstler aller Zeiten begeistert er in der World’s Greatest Magic Show in Las Vegas über drei Jahre lang die Zuschauer. 2010 sorgt er mit seiner krassen Live-Performance bei „America’s Got Talent“ weltweit für Aufsehen: indem er sich mittels eines Stücks Zahnseide einen zuvor zerkauten Bonbonkringel wieder unversehrt durch die Haut aus seinem Hals zieht, schockiert er das Publikum und gewinnt die Show. Das Youtube-Video dieses Mega-Schockers wird innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Million Mal geklickt. 2012 sorgt er damit in der RTL-Show „Supertalent“ für hohe Einschaltquoten.

Mittlerweile ist er von Las Vegas nach New York gezogen. Dort tritt er mit seiner eigenen Magic-Show am Times Square auf und wird zum besten Künstler Manhattans gewählt. Zum Entspannen spielt Dan Sperry gerne Bassgitarre und besucht liebend gern Disney-Parks. Dan Sperry bringt frischen Wind in die Magie. Jetzt macht er 2018 seine erste eigene Solo-Tournee. Seine Fans sind gespannt.