Für das „antenne 1 Privat“-Radiokonzert ging es für den Berliner vergangene Woche zum Fildertunnel.

 

 

„Lieber Wolke vier mit dir, als unten wieder ganz allein“ – mit diesen Zeilen gelingt Philipp Dittberner im Januar 2015 der Durchbruch. Die Single „Wolke 4“, die gemeinsam mit dem Musikproduzenten Marvin „Marv“ Webb veröffentlicht wurde, schwebt wochenlang durch die Top Ten der deutschen Charts. Für mehr als 400 000 verkaufte Platten gibt es sogar Platin. Ein erfolgreicher Start für den gelernten Physiotherapeuten in die Musikwelt. Da durfte
auch sein Debütalbum nicht lange auf sich warten lassen – „2:33“ erscheint im September 2015.

Vor einem Monat hat der Singer-Songwriter seine Tour mit dem aktuellen Album „Jede Nacht“ beendet. Für die gleichnamige Single hat er sich mit Rapper Chima Ede zusammengetan. „Ich hatte den Song eigentlich fertig und am Ende des Tages hatte ich das Gefühl, dass in diesen C-Teil noch etwas reinkann. Wir haben dann ein bisschen recherchiert und auch mal Newcomer gehört. Ich habe dann mit ihm telefoniert, weil mir seine Sachen gefallen haben. Und er war von Anfang an für diesen Song am Start und konnte sich damit identifizieren“, erzählt der 27-jährige.

„Das ging irgendwie locker. Manchmal kann so etwas sehr zäh sein und das hat so super funktioniert, wir haben uns gut verstanden“, ergänzt der Sänger, der auch bereits mit Prinz Pi zusammen­gearbeitet hat.  Seine Songs schreibt Philipp Dittberner spontan, ohne zeitlichen Druck. „Ich schreibe eigentlich immer aus dem Leben heraus. Ich kenne auch manche Leute, die setzen sich einen Zeitraum von drei Monaten, in dem sie dann alles schreiben. Ich schreibe die ganze Zeit, auch wenn ich auf Tour bin. Deswegen habe ich nie das Problem gehabt, kein Material mehr zu haben“, so Dittberner.

Bei seiner Tour im Oktober hat er auch halt im Stuttgarter Wizemann gemacht. „Ich muss ganz ehrlich gestehen, das Einzige, was ich von Stuttgart bisher gesehen habe, war entweder Stau, der Flughafen oder das Wizemann“, sagt der Popmusiker und lacht. „Stuttgart war leider nie ein Ort, an dem wir lange Zeit verbringen konnten. Und wenn wir mit dem Tour-Bus unterwegs sind, kommen wir morgens an und fahren nachts gleich wieder los“, ergänzt der Komponist. Im Rahmen des „antenne 1 Privat“-Konzerts vergangene Woche lernte Philipp Dittberner dann noch eine andere, ungewöhnliche Location kennen: Den Stuttgarter Fildertunnel.

Zuvor war das Konzert in der 70 Meter tiefen Wendekaverne der Tunnelbaustelle geplant. Die Veranstaltung musste jedoch aus Brandschutzgründen in den Eingangsbereich des Tunnels verlegt werden. „Schade eigentlich“, findet der Berliner, der auch schon mal das andere Ex­trem bei einem Konzert erlebt hat. „Ich habe mal auf einem 100 Meter hohen Aussichtsturm auf der Kirmes in Würzburg gespielt. Da ich ein bisschen Höhenangst habe, war das nicht so ganz einfach, aber es hat funktioniert“, scherzt Dittberner.