Der Cannstatter wird am 1. August 80 Jahre alt – Langjähriges Engagement in verschiedenen Ehrenämtern.

 

 

Im Kreise seiner Familie feiert der Cannstatter Werner Schüle am 1. August seinen 80. Geburtstag. Erste Gratulanten werden an diesem Tag seine Gattin Gerdi, seine beiden Kinder Rainer und Bettina
sowie die drei Enkel Tim, Luna und Anissa sein. Viele Wegbegleiter aus den verschiedensten Organisationen und Verbänden, in denen Werner Schüle
ehrenamtlich mitarbeitet oder mitgearbeitet hat, werden sich an diesem Tag an sein Engagement für das Gemeinwohl erinnern.

Sein beruflicher Werdegang begann mit einer
Mechaniker-Lehre bei der Aufzugfirma C. Haushahn, an die sich ein Studium in Feinwerktechnik/Elektronik an der Fachhochschule Furtwangen anschloss. Über 20 Jahre war Werner Schüle als Abteilungsleiter „Konstruktion und Entwicklung Elektrotechnik“ in seiner Lehrfirma tätig, ehe der Diplom-Ingenieur noch 14 Jahre als Referent für Gebäudemanagement bei der Kodak AG in Stuttgart-Wangen tätig war. Sehr breit ist der Weg seines ehrenamtlichen Engagements im Bereich des freien Sports und der Seniorenarbeit. Alle Ehrenämter kann man hier nicht aufzählen, das würde den Rahmen sprengen. Bereits 1955 begann seine Tätigkeit als Übungsleiter im Kinderturnen des Turnerbund Bad Cannstatt. Während seines Studiums in Furtwangen war er Sportreferent der Studenten- Selbstverwaltung.

Zurück in Bad Cannstatt startete der aktive Handballspieler und Skiläufer eine weitere Sportkarriere als Faustballspieler in der Skizunft Schwaben Bad Cannstatt, deren Vorsitzender er von 1972 bis 1986 war. Noch heute ist er Bezirksvorsitzender
des Skibezirks Stuttgart/Unterland. Er erinnert sich außerhalb der Skiveranstaltungen vor allem an die Sommerbiathlon-Cups auf dem Stuttgarter Killesberg unter der Teilnahme von Olympiasiegern aus der ehemaligen DDR. Bereits 1977 begann die ehrenamtliche Mitarbeit im Sportkreis Stuttgart, dessen Vorsitz Werner Schüle nach 22 Jahren im März 2007 an Fred-Jürgen Stradinger weitergab, er blieb bis heute Vizepräsident. Schüle erinnert sich gerne an die beliebten „Stuttgarter Sportlerbälle“ in der Liederhalle mit der Wahl von Stuttgarts beliebtesten Sportlern und Mannschaften. „Es war eine erstklassige Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Wochenblatt und den Redaktionen der Tageszeitungen“, erinnert er sich.

Die Stuttgarter Stadtläufe als Vorgänger des heutigen Stuttgart-Laufs, die Sportveranstaltungen zum „Tag der offenen Tür“ der Stuttgarter Stadtverwaltung und die Waldaufeste gehörten zur Organisation Schüles als Vorsitzender des Sportkreises. 1996 rief er das Projekt „Basketball um Mitternacht“ ins Leben, das bis heute Vorbildprojekt ist. Aufgrund seiner Verdienste wurde er 2008 zum Ehrenmitglied des Württembergischen Landessportbund WLSB ernannt. Wenn Schüle nach seinen Hobbys gefragt wird, so nennt er neben der Gartenarbeit rund ums Häusle im Cannstatter Sommerrain vor allen Dingen seine Ehrenämter. Dazu gehört auch die Kommunalpolitik. Seit 1979 gehört er als sachkundiger Einwohner und Sprecher dem gemeinderätlichen Sportausschuss an. In dieser Zeit hat er sechs Sportbürgermeister kennen- und schätzen gelernt. Nicht zu vergessen ist, dass Werner Schüle zusammen mit seiner Gattin den Glühweinstand der Stuttgarter Sportförderung auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt organisiert.

Mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben war es für Werner Schüle selbstverständlich, sich stärker in die Seniorenarbeit einzubringen. Er ist Gründungsmitglied des Stadt­seniorenrats Stuttgart. Schüle engagiert sich im Landesseniorenrats Baden-Württemberg. Seit 2010 vertritt Werner Schüle die ältere Generation im „Fahrgastbeirat Bahn“ des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Damit Schüles Geburtsort und jetziger Wohnort Bad Cannstatt nicht zu kurz kommt, ist er seit 2000 stellvertretender Vorsitzender der „Vereinigung Cannstatter Vereine e. V.“ und organisiert seit vielen Jahren im Sommerhalbjahr die beliebten Kurpark-Konzerte in der Konzertmuschel des Cannstatter Kurparks. Die Liste der Ehrungen als Anerkennungen für seine Ehrenamtsarbeit ist lang: unzählige Vereins- und Verbandsehrungen, 1997 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg oder das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2003. „Das Ehrenamt hat mich begleitet – oder ich das Ehrenamt. Wir brauchen das Ehrenamt, denn ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer“, so Schüle. Als seine Schwäche bezeichnet der überzeugte Cannstatter selbst seine Gutmütigkeit: „Ich konnte nicht Nein sagen, wenn ich ge­beten wurde, ein Amt zu übernehmen.“