Winfried Kretschmann hat die Remstal Gartenschau eröffnet – auf 80 Kilometer Länge wird die Rems zwischen der Quelle und der Mündung bespielt.

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Freitagnachmittag in Schorndorf die Remstal Gartenschau (RGS) offiziell eröffnet. Insgesamt 16 Kommunen hatten sich allesamt wunderschöne Highlights zur Eröffnung ausgedacht, allerdings fast ausschließlich im Freien. Und die fielen größtenteils im wahren Sinne des Wortes ins Wasser. Dennoch hat sich schon in den ersten Tagen gezeigt, dass die Remstal Gartenschau „etwas ganz Besonderes ist“. Kretschmann lobte und mahnte: „Wir brauchen 100 Prozent Naturschutz auf der ganzen Fläche – überall, in der Stadt und auf dem Land, aber auch auf dem Balkon und der eigenen Terrasse.“

 

Für alles gebe es Angebote und somit keine Ausreden mehr, dass irgendetwas nicht machbar ist. „Schotter- und Kiesgärten wollen wir nicht.“ Kretschmann gefällt das Motto der Gartenschau, die mit dem Slogan „unend- licher Garten“ wirbt und eine „Unendlichkeitsschleife“ als Logo hat. 16 Kommunen in drei Landkreisen hätten „sich die Butter nicht gegenseitig vom Wecken genommen, sondern die Fördermittel friedlich untereinander geteilt“, freute sich Kretsch- mann. Über 150 Daueranlagen wurden auf einer Länge von 80 Kilometern und einer Fläche von 53 000 Hektar geschaffen. Über 1000 Veranstaltungen – von Konzerten über Ausstellungen, geführte Wandenrungen und Radtouren –sieht das Programm vor.
 

60 Millionen Euro kostet die Gartenschau im Remstal, auch das Land hat kräftig mitfinanziert, ebenso der Verband Region Stuttgart. Man könne viel ent- decken und lernen, sagte Kretschmann, der bei der Blumenschau im Schlosskeller von Schorndorf über „tanzende Pflanzen“ staunte. „Natur und Heimat sind Inbegriffe des Glücks“, gab Kretschmann der Gartenschau mit auf ihren Weg. Bis zum 20. Oktober dauert die Natur-Schau mit vielen Veranstaltungen – auch bei freiem Eintritt – , zahlreichen Kunst- und Bewegungsangeboten und einer beispielhaften Beteiligung von Vereinen und Ehrenamtlichen auf kommunaler Ebene.

 

Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer erhofft sich von der Gartenschau eine nachhaltige Wirkung, vor allem im Bereich Tourismus. Er hofft, dass das Remstal künftig bei den touristischen Destinationen „in der Liga von Schwarzwald und Bodensee“ mitspielt.

 

Die Remstal Gartenschau ist die erste interkommunale Veranstaltung dieser Art in Deutschland. 16 Kommunen – von der Quelle der Rems in Essingen bis zu deren Mündung in den Neckar in Neckarrems richten das Event bis 20. Oktober aus. Die meisten Angebote sind kostenlos.