Ab dem 17. Mai kann man im Schlossgarten in das neueste Projekt des Künstlers Tobias Rehberger eintauchen: In der „Probegrube“ erhält man einen Einblick ins zukünftige Rosensteinviertel.

 

Wem gehört die Stadt? Und wem gehört das Rosensteinquartier, das durch Stuttgart 21 frei werdende Areal nördlich des Hauptbahnhofs? Bisher war hier Gleiswüste – der vielleicht letzte utopische Ort Stuttgarts? Der Künstler Tobias Rehberger und sein Studio haben für das Schauspiel Stuttgart ein Projekt über das utopische Potenzial der mit Stuttgart 21 zusammenhängenden Stadtentwicklung kreiert – die „„Probegrube". Rehberger transformiert Rehberger transformiert ein Modell des neuen Rosensteinquartiers in ein Amphitheater im Oberen Schlossgarten, visà- vis des Schauspielhauses. Dabei nimmt er nicht nur formal, sondern auch inhaltlich Bezug auf die benachbarte Baugrube von Stuttgart 21: Wo Großes geschaffen wird, entsteht jede Menge Aushub. Über der Erde wird die Grube zum Bauwerk.

Tobias Rehberger ist ist ein Grenzgänger zwischen Kunst, Design und Architektur: Seine Kunst ist nie nur zum Anschauen, sondern auch und gerade zum Erleben. Seit 2001 ist er Professor für Bildende Kunst an der Städelschule Frankfurt. 2009 gewann er bei der 53. Biennale in Venedig den Goldenen Löwen für seine Installation mit dem Titel „Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen“. Das Projekt wird unterstützt vom Förderverein der Staatstheater und vom Thieme Verlag in Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart, der Staatsgalerie Stuttgart, der Heinrich- Böll-Stiftung Stuttgart, der Internationalen Bauausstellung 2027 und dem Verband Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau Baden- Württemberg.

 

Die Probegrube ist vom 17. Mai bis 4. Juli täglich von 10 bis 20 Uhr begehbar. Eintritt frei.