Überarbeiteter Entwurf für das Rosenstein-Quartier vorgestellt – Eine weitere Beteiligung der Bürgerschaft an der Entwicklung fordern Bezirksbeiräte.

 

 

Begrünte Häuser und Innenhöfe, hohe Bäume, breite Fahrradwege, autofreie Zonen in den Nachbarschaften, ein Bildungscampus, eine Wasserfläche, aber auch ein Stadtacker – Alles Ideen, die die Visualisierungen des Siegerentwurfs der Arbeitsgemeinschaft asp/Köber beim Wettbewerb für das Rosenstein-Quartier abbilden. Bei einer gemeinsamen Bezirksbeiratssitzung der Stadtgebiete Mitte, Nord und Ost wurde der überarbeitete Entwurf vorgestellt.

Ein neuer Stadtteil soll hinter dem Hauptbahnhof und eingebettet zwischen Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten entstehen – auch angrenzende Bereiche werden mit einbezogen. Voll im Blick: der Park. Er soll von anfänglich eingeplanten 20 Hektar auf 27 Hektar erweitert werden, und er soll die neue Mitte zwischen dem Nordbahnhofviertel und dem Rosensteinquartier darstellen.

Bis zu 7500 Wohnungen könnten außerdem in dem neuen Quartier entstehen. Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen sollen laut den Planern 200 000 Quadratmeter zugestanden werden, ein Bildungscampus ist auf einer Fläche von 100 000 Quadratmetern vorgesehen. Kulturelle Einrichtungen sollen auf rund fünf Hektar verteilt im Quartier einen Platz finden – darunter ein Konzerthaus an der Wolframstraße sowie ein Kongresszentrum am Hauptbahnhof.

Auch ein Neubau des Lindenmuseums sowie ein Haus der Kulturen weist der Entwurf auf sowie weitere öffentliche Einrichtungen. Thema war zudem der Höhenunterschied an der Kante des Schlossparks. Eine Absenkung in Richtung Schlosspark ist angedacht. Stuttgart-Ost und -Nord sollen zusammenwachsen – daher solle die Cannstatter Straße untertunnelt werden. Was die Bezirksbeiräte aus den betroffenen Stadtgebieten zum überarbeitetem Entwurf zu sagen hatten: Eine Verbindung zwischen Nord und Ost zu erwirken wurde begrüßt, ebenfalls das Konzerthaus, der Bildungscampus und das Begrünungskonzept.

Skepsis kam dennoch auf in Hinblick auf den Entwurf: Die Beiräte hoffen, dass die gezeigten Bilder beziehungsweise die Pläne nicht an der Realität scheitern – geäußert wurde dies vor allem in Bezug auf das geplante Wasser und die hohen Bäume. Was den Beiräten wichtig war: Die Einbeziehung der Bürgerschaft. Hierfür wurde ein Antrag gestellt, in dem gefordert wurde, dass sich die Bürger auch weiterhin bei der Entwicklung des Quartiers beteiligen dürfen.

Mehrheitlich wurde der Antrag befürwortet. „Wir haben eine Art Skelett des Stadtteils entwickelt und wollten Ideen aufzeigen. Alles Weitere haben Politik, Stadtverwaltung und Bürger in der Hand“, sagte Markus Weismann, Geschäftsführer des Architekturbüros asp.

 

 

Ideen für das Rosenstein-Quartier

Der städtebauliche Wettbewerb Rosenstein ist kürzlich mit der Entscheidung über den Siegerentwurf beendet worden. Den ersten Platz hat die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft asp Architekten/Koeber Landschaftsarchitektur belegt. Das Amt für Stadtplanung und Wohnen zeigt alle eingereichten Arbeiten aus dem Wettbewerb bis 25. Oktober in der Kirche St. Maria 36.