Mehrere Fälle von Trickdieben, die Taxifahrer um ihre Einnahmen bringen – und das innerhalb von drei Wochen. Polizei Stuttgart gibt präventive Tipps.

 

 

Am 18. Januar wurde ein Taxi in Heslach aufgebrochen, am 17. Januar wurde ein Taxifahrer an der Urbanstraße um seine Einnahmen gebracht, genauso am 16. Januar am Marienplatz, am 13. Januar im Stöfflerweg in Möhringen sowie am 10. des selbigen Monats in der Olgastraße in der Innenstadt. Die Masche: Ablenkungsmanöver. Ob Notfall vortäuschen, etwas ins Auto werfen, um den Fahrer zu irritieren oder eine Route an einen etwas weiter als Stuttgart gelegenen Ort eintippen lassen – zack, ist der Geldbeutel weg. Eine ganze Serie solcher Vorfälle ereignete sich in den letzten drei Wochen. Nur ein Tatverdächtiger konnte bisher gefasst werden. Es wurde ein Haftbefehl gegen einen 21-Jährigen erlassen, sein Komplize ist bisher unbekannt. Er gab vor, dass ihm schlecht sei und bat die Taxifahrerin anzuhalten und ihm zu helfen – was sie auch tat... prompt fehlte das Geld.

Zeit zu handeln – und das bevor es wieder zu solch einem Fall kommt: Die Polizei Stuttgart hat sich aufgemacht und Taxifahrerinnen und -fahrern Tipps an die Hand gegeben – im wahrsten Sinne des Wortes: in Form von Handzetteln. Unter anderem am Bahnhof Bad Cannstatt. „Die Vorfälle häufen sich derzeit, daher startete die Polizei Stuttgart Präventivmaßnahmen zum Schutz gegen Diebstähle aus dem Taxi“, sagt Ulrich Sauter, zuständig für Prävention beim Polizeipräsidium Stuttgart. „Vor allem durch Ablenkungsmanöver ist der Geldbeutel schnell weg, daher raten wir eindringlich, diesen nicht unbeaufsichtigt oder für andere sichtbar liegen zu lassen. Höhere Geldbeträge sollten die Fahrer lieber am besten bei sich am Körper tragen. Und auch das Handschuhfach ist nur vermeintlich sicher.“

Das Taxi sei kein Tresor heißt es auch auf dem Handzettel. Daher solle man Fenster, Türen, Kofferraum sowie Schiebedach immer schließen – selbst wenn man sich nur „mal kurz“ vom Fahrzeug entfernt. Die Aktion begrüßt Taxifahrerin Monika Necker, die seit 33 Jahren ihre Kunden von A nach B fährt. „Ich finde es gut, dass die Polizei so was macht. Man hört es halt immer mal wieder, dass Kollegen bestohlen werden. Es kommen auch öfters Warnmeldungen via Funk von der Taxizentrale.“ In den etwas mehr als drei Jahrzehnten habe sie nur zweimal die Polizei alarmiert.

 

Tipps

Mehr Tipps und Infos zum Thema Einbruchschutz bei Fahrzeugen im Allgemeinen erhalten Interessierte online auf www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/fahrzeuge/ als auch auf www.polizei-beratung.de