Große Investition in das Stuttgarter Wassernetz: Netze BW nimmt neuen Trinkwasser-Hochbehälter in Betrieb – Trinkwasservorrat für 100 000 Einwohner.

 

 

Um die 100 Jahre hielt der alte Trinkwasser-Hochbehälter, die neue Anlage soll eine ebenso lange Lebenszeit aufweisen: Nach viereinhalb Jahren Bauzeit hat die Netze BW den Wasserhochbehälter „Kanonenweg“ zwischen Urachplatz und Ameisenbergstraße gemeinsam mit Lokalpolitikern und Anwohnern eingeweiht. Insgesamt fassen die beiden Kammern des Behälters rund 7500 Kubikmeter – das entspricht etwa drei kompletten Olympia-Schwimmbecken voll Wasser.

In seinem Einzugsbereich wohnen rund 100 000 Stuttgarter. Die Versorgungszone erstreckt sich im Neckartal von Münster bis nach Obertürkheim, sowie in südwestlicher Richtung bis hinter den Österreichischen Platz etwa bis zur Römerstraße. Der Trinkwasserbezug stammt vom Zweckverband Landeswasserversorgung. Im Jahr 2013 fasst das Unternehmen nach einer Prüfung den Entschluss, die alten, unter Denkmalschutz stehenden Trinkwasser-Kammern aus den Jahren 1881 und 1926 zu erneuern – dabei habe sich herausgestellt, dass ein Neubau die beste Lösung sei.

Mit dem Baubeginn der neuen Anlage im Bereich der freien Hangfläche auf dem Grundstück zwischen den bestehenden Kammern und dem Urachplatz startete die Netze BW im Jahr 2015. Circa 10,5 Millionen Euro an Kosten fielen dabei insgesamt an. „Diese Maßnahme war die wichtigste Investition in das Stuttgarter Wassernetz der vergangenen Jahre“, erklärte Harald Hauser, Geschäftsführer der Netze BW Wasser GmbH, bei der Einweihungsfeier. Hauser richtete sich auch an die Anwohner, denen man mit den Bauarbeiten einiges zugemutet habe: „Das war sicher kein Zuckerschlecken, und wir freuen uns mit Ihnen, dass wir Sie jetzt voraussichtlich für lange Zeit nicht mehr behelligen müssen.

Der neue Behälter soll wieder gut 100 Jahre halten. Solche langfristigen Investitionen sind elementarer Teil der Verantwortung, die wir seit vielen Jahren für das Trinkwassernetz wahrnehmen.“ Nächstes Projekt: Ein Trinkwasserspeicher soll in Hedelfingen (Rohracker) erneuert werden. Was mit den Bauwerken und Flächen in Zukunft geschehen soll, steht laut Hauser noch nicht fest – außer dass die Wiesen oberhalb der alten Kammern 20 Bienenvölkern ab dem Frühjahr 2020 eine Heimat bieten sollen. Bezirksvorsteherin Charlotta Eskilsson freute sich: „Die Trinkwasserversorgung ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da die Netze BW eine gute Versorgung und Qualität unseres Trinkwassers sicherstellt – auch durch stetige Prüfungen unseres Trinkwassers unter Aufsicht des Gesundheitsamtes im eigenen Wasserlabor. “

 

 

Daten und Fakten

Mehr Informationen dazu auf www.netze-bw.de.