Seit Anfang der Woche gibt es eine neue Busspur in der Wagenburgstraße – eine dreimonatige Testphase erfolgt im Zuge des Luftreinhalteplans des Landes.

 

 

Eine neue Busspur im Bereich Wagenburgstraße einzurichten, ist immer mal wieder im Gespräch im Stuttgarter Osten gewesen. Der Wunsch von Befürwortern: die Nutzung der Busse solle dadurch attraktiver werden – schon allein durch pünktlichere An- und Abfahrten. In der Vergangenheit wurde das Vorhaben aber auch stark kritisiert. Gründe, die gegen die Busspur sprechen würden: Unter anderem, dass die Straßenabschnitte zu eng sind, Parkplätze wegfallen und dass die Busspur nichts bringen würde, da der Bus im Wagenburgtunnel in Richtung Hauptbahnhof vor allem morgens sowieso im Stau stehen würde.

So lauten einige Stimmen, die sich zu dem Vorschlag einer neuen Busspur beim diesjährigen Bürgerhaushalt Stuttgart äußerten. Auch der Stuttgarter Gemeinderat stimmte gegen das Vorhaben. Nun kam die Wende: Seit Montag wurde das Vorhaben nun doch testweise realisiert – und zwar im Auftrag des Landes Baden-Württemberg, da ab 1. Januar 2020 im Rahmen des vom Land vorgeschriebenen Luftreinhalteplans in der Wagenburgstraße in Richtung Hauptbahnhof die Busspur bis zur Kreuzung Ostend-/Talstraße verlängert werden soll.

Die Busspur ist als Test für drei Monate vorgesehen. Danach wird die Einrichtung analysiert, um anschließend über einen möglichen Fortbestand zu entscheiden. Konkret bedeutet das: In Stuttgart-Ost nutzen das nächste Vierteljahr Busse der Linie 40 in der Wagenburgstraße zwischen Ostendstraße und Schwarenbergstraße eine eigene Spur. Das soll die Busse pünktlicher und attraktiver machen. Sie fahren dabei auf einem 400 Meter langen Abschnitt stadteinwärts Richtung Wagenburgtunnel. Die Spur ist auch für den Rad- und den Taxiverkehr freigegeben.

Es entfallen 35 Anwohnerparkplätze – und zwar ohne Aussicht auf Ersatz. Die Spur ist ab sofort eingerichtet, Halteverbotsschilder in diesem Bereich hat das städtische Tiefbauamt bereits aufgestellt. Susanne Scherz, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr im Amt für öffentliche Ordnung, erklärt in einer Pressemitteilung: „Die Spur wird in einem hoch frequentierten und zugleich eng bebauten Bereich eingerichtet. Die Busse sollen von Anfang an gut und sicher in die Stadt fahren. Deswegen wird die Verkehrsüberwachung hier verstärkt Verstöße wie etwa Falschparken sanktionieren.“

 

 

Neue Busspur

Was halten Sie von der neuen Busspur in der Wagenburgstraße? Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit per E-Mail an wochenblatt@stzw.zgs.de.