Mit der Stadtbahn kam es 2018 häufiger zu Verkehrsunfällen im Gegensatz zum Vorjahr, berichtet Klaus Herrmann, Revierleiter des Polizeireviers 5 Ostendstraße.

 

 

2792: So lautet die Anzahl an Verkehrsunfällen, die sich im Jahr 2018 im Stuttgarter Osten ereigneten. „96 mehr als im Vorjahr“, erklärte Klaus Herrmann, revierleiter des Polizeireviers 5 Ostendstraße, dem Bezirksbeirat Stuttgart-Ost vor Kurzem. Verkehrsbeteiligte seien hauptsächlich im Alter von 18 bis 21 Jahre und 65+ (jeweils 133), die Zahl an 0- bis 14-Jährigen ist von 11 auf 14 gestiegen.

Es gab 2018 keine Verkehrstoten und keinen einzigen Schulwegunfall, was aber zu denken gebe, sei der Fakt, dass 566 Unfallverursacher (22 Prozent also) Unfallflucht begangen hatten. Unter Alkoholeinfluss standen 20 Personen, eine mehr im Gegensatz zu 2017. In Sachen Drogeneinfluss gab es sieben Fälle, vier mehr als im Vorjahr.

„Durch die erhöhte Durchführung von Kontrollen blieben viele der Trunkenheitsfahrten folgenlos“, so Herrmann. Er berichtete weiter: 24 Unfälle sind entstanden, bei welchen die Stadtbahn beteiligt war – 2017 waren es 13. Insgesamt vier Mal hat es davon 2018 an der Hack-/Teckstraße gekracht. „Hauptunfallursache ist tatsächlich das verkehrswidrige Wenden bzw. Abbiegen“, sagte Klaus Herrmann.

„Die Ausschilderung ist sehr gut. Wenn man die Straßenverkehrsordnung beachtet, passiert so etwas einfach nicht.“ Eine Unfallhäufungsstelle sei die Hack-/Teckstraße, da hier in den letzten drei Jahren mehrere Personen verletzt wurden, daher wird dieser Kreuzungsbereich als eine solche bezeichnet (der Begriff sagt nicht aus, dass hier häufiger als anderswo etwas passiere). Der Grund: Viele Geschädigte gebe es schnell, wenn ein Auto in eine Bahn fährt.

„Aufgrund einer Notbremsung der Stadtbahn können gleich mehrere Menschen hinfallen und sich verletzen“, so Herrmann. Weitere Unfallhäufungsstellen: die Gaisburger Brücke, Cannstatter Straße/Villastraße, Uferstraße/Poststraße oder auch Gablenberger Hauptstraße/Plasteräckerstraße.

Erfreuliches für Zweiradfreunde: Im Bereich des Reviers Ostendstraße gehen die Zahlen von Verkehrsunfällen, an denen Rad- und Pedelecfahrer beteiligt sind, zurück: von 32 aufgenommenen Fällen in 2017 ist die Zahl bei Ersteren auf 26 gesunken, bei Zweiteren von vier auf zwei Fälle. Der Trend sieht anders aus in der Gesamtstadt: Unfälle mit Pedelecfahrern sind um 66.1 Prozent gestiegen, das sind 39 Fälle mehr als in 2017.

 

 

Unfalllage

Eine Bilanz zur Unfalllage in Stuttgart für das Jahr 2018 steht online unter www.ppstuttgart.polizei-bw.de/statistiken/