Das Frauenunternehmen Zora im Osten ist für seine ungewöhnlichen Wege, Langzeitarbeitslose zurück in den Beruf zu führen, bekannt. Das Projekt „Muperta“ setzt das fort.

 

 

Der Hund gilt sprichwörtlich als der beste Freund des Menschen – und viele Hundebesitzer können bestätigen – es ist nicht nur ein Sprichwort. Dies gilt auch für viele langzeitarbeitslose Frauen, die zum Teil auch von Obdachlosigkeit bedroht sind. „Der Wiedereinstieg in den Beruf wird durch einen Hund natürlich oftmals nicht erleichtert“, sagt Nicole Frank, die das Projekt „Muperta“ beim Zora betreut. Die Arbeitsvermittlung sei schwierig, denn eine Fremdbetreuung der Tiere zudem finanziell nicht leistbar ist. Anderseits sind die Tiere für die Frauen nicht nur ein guter Freund, sondern oftmals die einzigen Sozialpartner und letzte Möglichkeit zugleich, Verantwortung zu übernehmen und nicht weiter in eine Abwärtsspirale zu geraten.

Und genau an dieser Schnittstelle greift „Mupetra“ ein. „Wir wollen die Mensch-Tier-Beziehung nicht aufheben, sondern für die Eingliederung in die Arbeitswelt weiterhin fördern“, erklärt Frank. Zora möchte ihren zukünftigen „Muperta“-Teilnehmerinnen ermöglichen, sowohl die eigenen Tiere betreuen zu lassen, als sich auch in einer Hundetagesstätte zu beschäftigen und in Tierhaltung qualifizieren zu können.

Konkret bedeutet dies, das „Zora“ aktuell nach Räumlichkeiten sucht, um eine Art Hundetagesstätte zu eröffnen. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Frank. Einerseits könne man hier die Frauen mit Tierhaltungskompetenzen weiter ausbilden und beschäftigen, anderseits können hier andere Frauen ihre Hunde tagsüber lassen, um einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.“

Frank arbeitet aktuell an mehreren Ebenen gleichzeitig. „Zunächst gilt es ein Netzwerk zu Tierschutz und Hundetrainern zu knüpfen“, so Frank. Parallel dazu muss auch eine Immobilie mit umzäunten Außengelände oder Innenhof gefunden werden, die sich am Stadtrand Stuttgart oder in Gewerbegebieten befindet und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein sollte.

 

Internet

Mehr Informationen zur Arbeit des Frauenunternehmens Zora gibt es auch im Internet unter www.zora-ggmbh.de.