Die „Stadt am Fluss“ am Neckarufer Stuttgart-Ost soll kommen. Eine Machbarkeitsstudie wurde dem Bezirksbeirat Stuttgart-Ost vor Kurzem präsentiert. Kritiklos blieb sie nicht.

 

 

Wohnhäuser direkt am Neckarufer – sogar Bootsanlegestellen sind denkbar. Flaniermeile für Anwohner, Stadtbewohner und Besucher aus aller Welt. Büro- und Gewerbeflächen, die sich auftun könnten aowie eine Überdeckelung und/oder Verlegung der B 10 ist im Gespräch. Dass der Neckar zwischen dem Berger Steg und dem Kohlekraftwerk bei Wangen zum Erlebnisraum gemacht werden soll, steht schon seit Jahrzehnten auf der Agenda der Stadtverwaltung.

In einigen Jahren könnte das Realität werden. Aber „wie“ ist die große Frage, denn Interessenkonflikte sind vorprogrammiert. In der jüngsten Bezirksbeiratssitzung ging es „nur“ um erste Visionen: Die Ingenieurbüros Karajan und Engelsmann-Peters präsentierten gemeinsam mit Rainer Wallisch vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung eine Machbarkeitsstudie. „Zunächst gilt es, die Stadt ans Wasser zu bekommen und neuen Wohnraum zu schaffen – bis zu 2500 Wohnungen könnten entstehen“, sagte Stephan Engelsmann vom Ingenieurbüro Engelsmann Peters GmbH.

Dreh- und Angelpunkt der Varianten war, wie mit der Uferstraße B 10, die die Stadt vom Fluss trennt, umgegangen wird. 2017 hatten die Büros den Auftrag für die Machbarkeitsstudie erhalten, um die Rahmenbedingungen für dieses Areal zu untersuchen und zusammenzutragen. Fragen, die dabei bearbeitet wurden: Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um den Neckar in einen Erlebnisraum zu verwandeln? Was für Maßnahmen sind notwendig, um das Areal mit einer neuen Bebauung versehen zu können? Und was für ein städtebauliches Großkonzept muss erstellt werden, damit man sehen kann, was hier alles entstehen kann?

Was klar ist: Ein städtebaulicher Wettbewerb muss her. Was der Klärung bedarf: die Eigentumsverhältnisse – denn der EnBW gehört das Areal. Wie man mit geologischen Gegebenheiten, Wasserschutz und Denkmalschutz umgeht, wird zudem eine große Herausforderung sein.