Seit Juli 2018 ist der Platz unter der Paulinenbrücke zum Projekt der Stadtlücken geworden. Was seither geschah, welche Probleme es gibt und was noch ansteht . . .

 

 

Die Frage „Was passiert hier?“, die in stylischen Lettern von der Paulinenbrücke baumelt, beantwortet sich quasi wie von selbst. Ob Open-Air-Kino, Freiluft-Disco, Debatten, Chorsingen oder Tischtennis – in den vergangen acht Monaten hat es eine Vielzahl mitreißender Veranstaltungen gegeben.

450 Quadratmeter Experimentierfläche, deren Verwaltung der Verein Stadtlücken für insgesamt zwei Jahre übernimmt. Der Startschuss für das Projekt am Österreichischen Platz fiel im Sommer 2018. Der unansehnlichen Parkplatz hat sich seither zur gefragten Veranstaltungs-Kulisse gemausert. Für die Stadtlücken könnte es derzeit nicht besser laufen. Das Projekt hat nicht nur in Stuttgart große Anerkennung gefunden: Beim deutschlandweiten Wettbewerb „Europäische Stadt“ belegte es den ersten Platz in der Kategorie „Stadtraum“.

Anfang Februar wurde das Preisgeld von 25 000 Euro an die Gewinner übergeben. Leider hagelt es nicht nur Lob. „Immer wieder mal hat es vereinzelt Lärmbeschwerden von Anrainern gegeben“, so Sebastian Klawiter von den Stadtlücken. Man sei deshalb schon im Gespräch mit einer Lärmschutzbeauftragten. Wobei auf die Nachtruhe viel Wert gelegt wird: „Um Punkt 10 Uhr enden unsere Veranstaltungen.“ Ein Platzwart sei bereits an mehreren Tagen als Ansprechpartner vor Ort.

Auch 2019 dürfen die Stuttgarter sich auf viele schöne Aktionen freuen. In Planung ist zurzeit eine Boulderwand und die Veranstaltung eines Wissenschaftsfestivals. Auch um das Problem der fehlenden Toiletten ist der Verein bemüht. „Das kommunizieren wir der Stadt“, so Klawiter. Im Herbst 2019 ist die Experimentierphase zu Ende. Dann werden die Stadtlücken über die Zukunft des Österreichischen Platzes nachdenken.

 

 

Mehr erfahren

Wenn die Experimentier-Phase vorbei ist, gibt es verschiedene Szenarien: Es kann sein, der Parkplatz kommt zurück oder der Platz wird weiterhin von den Stadtlücken genutzt. Mehr Informationen zum Projekt gibt's unter www.stadtluecken.de.