Manager Michael Reschke schlug kurz vor Transferschluss noch einmal zu – Andreas Beck ist das letzte Mosaiksteinchen im Stuttgarter Kader.

 

 

105 Millionen Euro: Ganz so viel Geld wie für Ousmane Dembélé konnte der VfB Stuttgart für seine Transfers nicht aufbringen. Dennoch waren auch die Schwaben bereit, für ihre Verhältnisse tief in die Tasche zu greifen. Bereits für die Neuzugänge Chadrac Akolo und Ron-Robert Zieler machten die Stuttgarter rund zehn Millionen Euro locker. In den letzten Tagen, in denen das Transferfenster noch offen war, schlug Manager Michael Reschke noch dreimal zu. Für das argentinische
Mittelfeldtalent Santiago Ascacibar wurde eine stolze Summe von acht Millionen Euro fällig. Der 20-Jährige wechselte vom argentinischen Erstligisten Estudiantes an den Neckar und unterzeichnete einen Vertrag bis 2022. Der Rechtsfuß gilt als zweikampfstarker Wadenbeißer mit einer großen Zukunft.

Nach der Verpflichtung von Ron-Robert Zieler musste sich die unangefochtene Nummer eins in der vergangenen Stutt­garter Zweitligasaison, Mitchell Langerak, dem Weltmeister unterordnen. Damit gab sich der Australier jedoch nicht zufrieden und wechselte aus diesem Grund in die spanische „La Liga“ zu Levante UD. Die Spanier überwiesen den Schwaben rund eine Million Euro. Der Nachfolger für Langerak wurde nur wenige Stunden später vorgestellt: Alexander Meyer vom Regionalligisten Energie Cottbus schloss sich dem VfB Stuttgart an und unterzeichnete einen Vertrag bis 2019.

Seine letzte Verpflichtung verkündete der VfB Stuttgart kurz vor Wechselfrist. Nachdem die Schwaben lange Zeit um den Rechtsverteidiger Jonny Castro von Celta Vigo buhlten und sogar bereit waren, bis zu zwölf Millionen Euro in den Defensivspezialisten zu investieren, stiegen die Schwaben letztlich aus dem Poker aus. Reschke hatte jedoch einen Plan B im Ärmel und präsentierte kurzerhand Andreas Beck. Bereits von 2002 bis 2008 trug der Deutsch-Russe das Trikot mit dem Brustring und gehörte 2007 der Meistermannschaft der Schwaben an. Anschließend verbrachte er sieben Jahre bei der TSG Hoffenheim, ehe er 2015 zu seinem bisherigen Verein Besiktas Istanbul in die Türkei wechselte. Sein Kontrakt beim VfB läuft bis 2019, mit Option auf ein weiteres Jahr. Insgesamt komplettierten sich die Württemberger mit elf neuen Spielern für rund 23 Millionen Euro.

 

VfB-Kader

Zusammen mit den Akteuren, die momentan verletzungsbedingt ausfallen, kann Hannes Wolf in der kommenden Spielzeit auf 28 Spieler zurückgreifen. Im Durchschnitt ist seine Elf 24,2 Jahre alt. Kapitän Christian Gentner ist mit seinen 32 Jahren der älteste Spieler im Kader.