Der VfB Stuttgart sammelt im Kampf gegen den Abstieg erneut wichtige Punkte und feiert gegen die Eintracht aus Frankfurt den dritten Sieg in Folge. Grund dafür ist auch die starke Abwehr.

 

 

Am Ende stemmten sich die Spieler des VfB Stuttgart noch mal mit allem, was sie haben, gegen einen Treffer der Eintracht aus Frankfurt. Letztlich reichte das Tor von Erik Thommy in der 13. Minute für den dritten Sieg in Folge für die Schwaben. Die Fans in der Mercedes-Benz-Arena feierten den erneuten Triumph ausgelassen. In der Landeshauptstadt schöpft man inzwischen wieder große Hoffnungen, dass der direkte Wieder­abstieg verhindert werden kann. Für den neuen Trainer Tayfun Korkut hätte sein Start beim Bundesligisten nicht besser laufen können.

In seinen ersten vier Spielen holte der Stuttgarter drei Siege und ein Unentschieden. Bisher ist der 43-Jährige als VfB-Coach also noch ungeschlagen. Ein wichtiger Grund dafür ist die starke Defensive der Brustringträger. Mit lediglich 27 Gegentreffern in
24 Saisonpartien stehen die Schwaben im Vergleich weit oben. Nur eine Mannschaft kann eine noch bessere Statistik aufweisen – der FC Bayern München (18 Gegentore). Das 1:0 gegen Frankfurt war bereits das achte Ligaspiel ohne einen Gegentreffer. Dass der Abwehrverbund in dieser Spielzeit so sicher steht, liegt auch an der rasanten Entwicklung von Innenverteidiger Timo Baumgartl.

Der 21-Jährige nutzte seine Chance und mauserte sich während der Zweitliga-Saison zum absoluten Stammspieler. Bereits seit 2011 streift sich der 1,90 Meter große Defensivspezialist das Trikot des VfB über. Seine Karriere bei den Stuttgartern startete in der U-17-Mannschaft. 2015 schaffte er schließlich den Sprung in das Profi-Team und entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Inzwischen ist er in der Hintermannschaft des Bundesligisten nicht mehr wegzudenken. Gegen die Frankfurter stellte er einmal mehr unter Beweis, warum das so ist. Während er in der zurückliegenden Spielzeit anfangs das ein oder andere Mal noch mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hatte, stabilisierten sich seine Leistungen inzwischen.

Der 21-Jährige harmoniert mit Durchstarter Benjamin Pavard in der Defensive der Schwaben. Gemeinsam ließen sie zuletzt den Tabellenzweiten verzweifeln. Die Gäste aus Frankfurt fanden kaum ein Mittel gegen die erneut sicher stehende VfB-Abwehr. Für das junge Duo vor Torhüter Ron-Robert Zieler hat Korkut daher viele lobende Worte übrig: „Sie machen ihre Sache einfach sehr gut. Man merkt, dass sie von Spiel zu Spiel mehr zueinanderfinden“, so der 43-Jährige. „Beide haben auch eine richtig gute Geschwindigkeit. Das kommt dem ganzen Team zugute. Dadurch können wir höher agieren.“ Deshalb möchte der Trainer auch in Zukunft auf die beiden setzen: „Es ist wichtig, dass die Spieler oft zusammenspielen. Das hilft in den Abläufen, gibt Sicherheit.“ Und er fügt an: „Timo und Benjamin sind beide jung und trotzdem erfahren.“

Während der Franzose bereits den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat, war Baumgartl bisher lediglich in der U 21 im Einsatz. Sicherlich lieb­äugelt das Talent aber mit einer ähnlichen Karriere wie sein Vorgänger Antonio Rüdiger, auf den Joachim Löw bereits des Öfteren zurückgegriffen hat.

 

Statistik

Während die Defensive des VfB Stuttgart in der Liga mit den Top-Teams mithalten kann, hakt es bislang noch im Angriff der Schwaben. Lediglich 20 Tore verbucht der Bundesliga in seinen 24 Ligaspielen. Nur der Hamburger SV traf in dieser Spielzeit noch seltener. Die Hanseaten erzielten erst 18 Treffer.