Beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wird der VfB Stuttgart mit besonderen Aktionen auf das Thema Inklusion aufmerksam machen – Auch zuvor finden verschiedene Veranstaltungen zum Leitthema statt.

 

 

Am 6. April lautet das Motto in der Mercedes-Benz-Arena nicht nur punkten, sondern auch „Brust raus für Inklusion!“. Denn beim Abstiegsknaller gegen den FC Nürnberg rückt der Fußball ein wenig in den Hintergrund. Der VfB Stuttgart übernimmt nämlich unter dem Dach VfBfairplay in vielfältiger Weise gesellschaftliche Verantwortung. Hierfür wird zusammen mit der Mercedes-Benz-Bank regelmäßig an einem Bundesligaspieltag ein gesellschaftlich wichtiges Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Wie bereits in der vergangenen Saison geht es auch dieses Mal wieder um das Thema Inklusion, begleitet von der Frage „Was ist Inklusion?“.

Hierfür verzichtet die Mercedes-Benz-Bank bereits zum sechsten Mal auf ihre Trikotwerbung und macht dieses Jahr auf dem Brustring Platz für die Botschaft „Brust raus für Inklusion!“. Auch das Trikot an sich wird ein ganz besonderes sein. Zum zweiten Mal in dieser Spielzeit wird die Mannschaft von Marcus Weinzierl mit dem Ur-Trikot auflaufen. Dieses besondere Trikot soll an die Vereinigung zum Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V. erinnern.

Nach dem Spiel werden die Jerseys zu­sätzlich zugunsten von VfBfairplay versteigert. Außerdem besteht für alle Fans auch die Möglichkeit, die Aktion zu unterstützen. Mit der Aktion „1 Trikot = 1 Training“ soll sozial schwachen und beeinträchtigten Menschen für jedes verkaufte Ur-Trikot jeweils ein professionelles Training beim VfB ermöglicht werden. „Auch wenn inklusive Ansätze inzwischen in vielen Bereichen unseres Lebens angestrebt und gelebt werden, können wir noch viel für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen im Alltag erreichen“, begründet VfB-Präsident Wolfgang Dietrich die Aktion und führt aus: „Das Motto ,Brust raus für Inklusion!‘ steht zugleich für einen offenen, respektvollen und proaktiven Umgang mit diesem Thema.“

Im landesweiten Projekt für inklusive Fußball-Förderung erlebe man eindrucksvoll, wie Menschen mit und ohne Beeinträchtigung durch die gemeinsame Freude am Fußball zu Kameraden würden, freut sich der 70-Jährige. Aber auch für den Vorstandsvorsitzenden der Mercedes-Benz-Bank, Franz Reiner, ist der Verzicht auf die Trikotwerbung Ehrensache: „Ich freue mich ganz besonders, mit unserem Verzicht auf den Brustring auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen für Inklusion setzen zu können.“ Und nicht nur am Spieltag selbst, sondern auch schon zuvor finden mehrere Veranstaltungen zum Leitthema statt. Am 1. April findet beispielsweise das zweite VfBfairplay Netzwerktreffen statt.

Dabei wird die Vielfalt der Inklusion diskutiert und Wege zu einer besseren inklusiven Gesellschaft erörtert. Ein besonderes Highlight findet zudem am 3. April statt. Dann findet ein Trainingsnachmittag mit den Teilnehmern des Projekts für inklusive Fußball-Förderung (PFIFF) statt. Mit dabei sind auch einige VfB-Spieler. Am Spieltag selbst werden zudem viele Menschen mit Behinderung eingeladen und am Programm rund um das Spiel beteiligt.

 

 

Inklusion

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Menschen mit Behinderungen müssen sich also nicht integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können. Die Unterscheidung „behindert / nicht behindert“ hat keine Relevanz mehr.