Am kommenden Sonntag findet in der Mercedes-Benz-Arena der Abstiegsknaller zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96 an. Die beiden Teams verbindet eine ähnliche Vergangenheit. Nun kämpfen sie erneut gegen den Abstieg.

 

 

„Diese Leidenschaft muss die Basis für die nächsten Wochen sein!“ Für den VfB-Trainer Markus Weinzierl war die Leistung seiner Mannschaft beim SV Werder Bremen am vergangenen Freitag ein Schritt nach vorne. Gegen den Tabellenneunten stand am Ende ein 1:1 und der VfB Stuttgart holte damit seinen 16. Saisonpunkt. Am kommenden Sonntag steht für das Team ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel an. In der Mercedes-Benz-Arena empfangen sie den Tabellenvorletzten Hannover 96, der einige Parallelen zu den Schwaben aufweist.

2016 stiegen die beiden Mannschaften gemeinsam in die Zweite Bundesliga ab. Ein Jahr später feierten sie beide auch den direkten Aufstieg in das Oberhaus. Nun befindet sich sowohl Stuttgart (16.) als auch Hannover (17.) erneut in akuter Abstiegsgefahr. Umso wichtiger ist für beide Mannschaften ein Sieg am Sonntag. Es darf also von einem packenden und kämpferischen Abstiegskrimi ausgegangen werden. Und auch für Weinzierl könnte es ein entscheidendes Spiel werden. Denn bleibt ein Sieg aus, könnte das Eis für den Fußballtrainer ganz dünn werden.

Während der VfB am vergangenen Wochenende zumindest einen Punkt einfahren konnte, lief es für den direkten Konkurrenten wesentlich schlechter. Gegen Eintracht Frankfurt kam das Team von Coach Thomas Doll mit 0:3 unter die Räder und verpasste damit den Sprung auf den Relegationsplatz. Es war bereits die dritte 0:3-Niederlage für Doll seit seinem Amtsantritt. Lediglich einen Sieg in vier Partien konnte er mit seiner Elf bisher einfahren. Aber auch die Bilanz von Weinzierl liest sich nicht viel besser. In 16 Ligaspielen sammelte er mit dem VfB drei Siege, zwei Unentschieden und elf Niederlagen. Wer das Duell der Trainer gewinnt, wird sich am Sonntag zeigen.

Den kleinen moralischen Vorteil im Abstiegsgipfel haben vermutlich die Stuttgarter. Nach einer sehr schwachen Vorstellung am 21. Spieltag zeigte die Formkurve bei den Schwaben zuletzt nach oben. Die Hannoveraner haben hingegen zuletzt zwei 0:3-Niederlagen hinnehmen müssen. Zudem spricht der Heimvorteil für den VfB Stuttgart. Auf die Fans des Traditionsclubs war in dieser Saison Verlass. Bei solch einem wegweisenden Spiel werden die Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena die Spieler mit dem roten Brustring sicherlich zum wichtigen Erfolg tragen. Die Gäste können hingegen auf die Statistik bauen. In den vergangenen sechs Partien punkteten sie gegen die Stuttgarter immer. In der Hinrunde feierten sie gegen die Schwaben mit einem 3:1 einen ihrer drei bisherigen Saisonsiege.

Mit drei Zählern könnten die Schwaben erstmals seit dem 15. Spieltag auf den 15. Tabellenrang vorrücken. Hierfür müsste der FC Augsburg am Freitag jedoch gegen Borussia Dortmund verlieren. Für Hannover 96 ist ein Sieg hingegen Pflicht, um den Kontakt zum Relegationsplatz zu wahren. Bei einer Niederlage gegen den VfB Stuttgart beträgt der Abstand zum Relegationsplatz mindestens vier Zähler. Es ist also alles angerichtet für einen packenden Kampf gegen den Abstieg in der Mercedes-Benz-Arena am kommenden Sonntag. Wer holt sich die „sechs Punkte“?

 

 

VfB und Hannover

2016 landete der VfB Stuttgart in der Ersten Bundesliga mit 33 Zählern auf dem 17. Tabellenplatz. Hannover 96 kam auf insgesamt 25 Punkte – beide Teams stiegen ab. Ein Jahr später stiegen die Stuttgarter als Zweitligameister wieder auf. Hannover landete auf dem zweiten Platz und folgte den Schwaben zurück ins Oberhaus.