Mit dem Magischen Dreieck – Giovane Elber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic – gewann der VfB seinen letzten Pokalsieg.

 

 

„Früher war alles besser.“ Diesen Satz hat wohl jeder Junge und jedes Mädchen schon einmal von seinen Eltern oder Großeltern gehört. Diesen Satz murmelten in der vergangenen Saison sicherlich auch einige VfB-Anhänger vor sich hin. Denn am Ende der Spielzeit 2018/19 stand der insgesamt dritte Abstieg des Traditionsvereins. Da schwelgt man gern mal in der Vergangenheit. Für besondere Glanzmomente bei den Schwaben sorgte vor allem ein Trio. 

Besser gesagt, das allseits bekannte „Magische Dreieck“, bestehend aus Giovane Elber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic. Das Offensivtrio verstand sich blind und sorgte in den Neunzigern für ordentlich Furore am Cannstatter Wasen.
Erstmals spielten Elber, Balakov und Bobic in der Saison 1995/96 unter dem Trainer Rolf Fringer gemeinsam bei den Stuttgartern. Am Ende landete der VfB jedoch nur auf dem zehnten Tabellenplatz. Fringer und der VfB gingen danach getrennte Wege, und der heutigen Nationaltrainer Joachim Löw kam als neuer Coach an den Neckar. Unter ihm blühte der Verein mit dem Brustring wieder auf. Und so feierte das Magische Dreieck mit den Schwaben 1997 einen besonderen Titel.

Gegen den damaligen Regionalligisten Energie Cottbus sicherten sie sich mit einem 2:0-Erfolg im Berliner Olympiastadion den DFB-Pokalsieg – bis heute der letzte Pokalsieg des VfB. Die beiden entscheidenden Tore erzielte Elber, ein altbekanntes Bild.

Denn in der Saison 96/97 erzielten Elber, Balakov und Bobic insgesamt 49 der 78 VfB-Treffer. Gleichzeitig markierten die beiden Elber-Treffer aber auch das Ende des Magischen Dreiecks. Der Brasilianer wechselte in der Folgesaison zum Ligakonkurrenten FC Bayern München.

Heute sind die drei Stuttgarter Starspieler in unterschiedlichen Funktionen aktiv. Elber hing 2006 seine Fußballschuhe an den Nagel. Er ist weiterhin der Vorsitzende der Giovane-Elber-Stiftung, die sich seit 1994 für die Förderung brasilianischer Straßenkinder einsetzt. Außerdem tauschte er die Fußballschuhe gegen Cowboystiefeln ein.

Er ließ sich in Brasilien nieder und besitzt nun mehrere Rinderfarmen und ein Unternehmen für Rinderfutter. Ganz ohne Fußball geht es aber nicht. Das Magische Dreieck kam im vergangenen Jahr zum 125-jährigen VfB-Vereins-Jubiläum wieder zusammen. Fredi Bobic konnte sich hingegen nicht vom Fußball losreißen.

Nachdem er 2008 seine ersten Erfahrungen als Geschäftsführer beim bulgarischen Club Chernomorets Burgas machte, zog es ihn 2010 nach Stuttgart, wo er  als sportlicher Leiter aktiv war und 2012 zum Sport-Vorstand wurde. Inzwischen ist er bei der Eintracht Frankfurt in gleicher Funktion angestellt. Im vergangenen Jahr feierte er mit den Hessen den Pokalsieg.

Auch Krassimir Balakov ist dem Fußball treugeblieben. Von 2003 bis 2005 war er Co-Trainer beim VfB. Anschließend folgte die erste Station als Cheftrainer beim Grasshopper Club Zürich. Inzwischen ist der 53-Jährige bulgarischer Nationaltrainer.