Der ehemalige deutsche Nationalspieler Holger Badstuber wechselte diesen Sommer zum VfB Stuttgart, nachdem sein Vertrag bei den Bayern nach einer Leihe nach Schalke nicht mehr verlängert wurde.

 

 

Bereits in seiner Jugend spielte Badstuber für den VfB, ehe er 2002 zum Rivalen an die Säbener Straße wechselte. Bei den Schwaben feierte er am vergangenen Heimspiel gegen den FSV Mainz den perfekten Einstand. Mit seinem Hechtkopfball sicherte der gebürtige Memminger den Stuttgartern den ersten Saisonsieg. Doch dem erfahrenen Innenverteidiger, der zu den größten Verteidigertalenten der Nation zählte, wird eines nachgesagt. Nämlich dass er verletzungsanfällig sei. Und tatsächlich hat Badstuber eine lange Krankenliste. Begonnen hat seine Krankenhistorie 2011, als er dem Rekordmeister aufgrund einer Schambeinreizung in elf Spielen fehlte. Ganz bitter kam es für den Memminger ein Jahr darauf, in der Saison, als die Münchner das Triple gewannen. Im Oktober jenes Jahres zog sich Badstuber einen Muskelfaserriss zu. Nach einer zweiwöchigen Zwangspause und vier verpassten Partien konnte er wieder für die Bayern auflaufen. Das Glück hielt jedoch nur drei Wochen an. Im Ligaspiel gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund verletzte er sich in einem unübersichtlichen Zweikampf gegen Mario Götze am rechten Knie. Die Diagnose: Abriss des vorderen Kreuzbandes. Nach der Operation muss sich Badstuber wegen einer Reizung im März 2013 einem weiteren Eingriff unterziehen.

Es folgte der abermalige Schock: Am 18. Mai 2013 reißt das Kreuzband erneut, im Oktober wird ihm ein neues eingesetzt. Insgesamt fehlte er dem Team von Jupp Heynckes daraufhin 628 Tage und verpasste deshalb 124 Spiele. Umso größer war die Freude für die Verantwortlichen und Fans des FC Bayern, als Bad­stuber nach seiner über eineinhalbjährigen Verletzungspause im Frühjahr 2014 wieder ins Training einstieg. Der nächste große Rückschlag ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Zwar gab Badstuber nach dem Duell gegen den VfB Stuttgart im September 2014 Entwarnung: „Nicht so schlimm.“ Doch tatsächlich riss dem Bayer die Sehne im linken Oberschenkel. Erneut setzte er 21 Spiele aus. Im April 2015 folgte ein Muskelriss im linken, vorderen Oberschenkel (198 Tage/25 Spiele) und im Februar 2016 ein Knöchelbruch am linken Fuß (116 Tage/22 Spiele). Umso verständlicher war die Reaktion von den Stuttgarter Fans, als sie hörten, dass sich Holger Badstuber im Test gegen Sonnenhof Großaspach das Bein hielt. Ein paar Stunden danach gab es jedoch die Entwarnung: Muskuläre Reaktion der Adduktoren – keine größere Verletzung. Dennoch fiel Badstuber, genauso wie Ginczek (Knieverletzung), Insua (Risswunde) und Zimmermann (Kreuzbandriss), gegen seinen Ex-Verein Schalke aus.

 

Zahlen

Holger Badstuber spielte für die deutsche Nationalmannschaft 31 Spiele und erzielte dabei ein Tor. Der Siegtreffer gegen den FSV Mainz war nicht nur wichtig, sondern auch das erste Tor seit acht Jahren für den Memminger.